Gewinnerbeitrag: ,,Das Hassgedicht“

Das Hassgedicht

Manchmal, wenn ich durch die Siedlung lauf‘, und seh‘ was dort des Nachts passiert, dann frag ich mich nach nicht einmal zwei versifften Häuserblocks und ausnahmsweise mal weniger als vier Beleidigungen schon ganz schockiert: wer hat eigentlich am Hass der Anderen Schuld?

Ich bin, was meinen Liebeskompass angeht, durch den Regenbogen der Gefühle mit anderen Männern verbunden, oder um es weniger poetisch und mit den Worten des achtzehnjährigen Bonzenkindes Martin am Straßenrande auszudrücken, eine verfickte Schwuchtel. Kein Grund deprimiert zu sein meine Damen und Herren, ich hab‘ auch so meinen Spaß. Wie dem auch sei, ich frag mich in solch‘ einem Moment immer: wer hat eigentlich am Hass der Anderen Schuld.

Ist das achtzehnjährige Bonzenkind Martin vielleicht einfach zurückgeblieben, haben die Eltern da was in der Erziehung vermieden, oder, und das ist natürlich um einiges einleuchtender, bin ich wie alle Homosexuellen Schwuchteln Teil einer Geheimgesellschaft die nur darauf wartet das die Menschheit ihre Mauer fallen lässt um sie dann mit allen Waffen die wir besitzen anzugreifen die da lauten: kleine pinke Smoothies mit gezwirbelten Strohhälmen und ganz vielen Kopien des Films Brokeback Mountain! Obwohl, nein, wir leben ja schon in 2018: Cranberry Vodka aus der Flasche und BluRay Discs von Transformers-Die Rache.

Doch wer hat nun am Hass der Anderen Schuld? Sollten sich die Afro-Amerikaner vielleicht einfach mal mit Perwoll-Strahlend Weiß waschen, um im Dunkeln von den Cops besser gesehen zu werden? Oder alle Frauen einfach zu Männern um operieren lassen damit Sie, um mal wieder das achtzehnjährige Bonzenkind Martin zu zitieren nicht mehr so krass viel dumm sind und so. Doch dann hätte Martin ja wieder das Problem mit den Schwuchteln: irgendwas muss er ja Freitagsabends vor Fack ju Göthe Filmhabend und Freisaufen bei Freddie noch zu ficken haben.

Wer hat eigentlich am Hass der anderen Schuld. Sind die Kriege im Nahen Osten vielleicht auch nur auf ein Mangel an konstruktiver Kommunikation zurückzuführen, oder geht es auch da um den Hass auf andere Meinungen und könnte das ständige Schuldzuweisen ebenfalls daher rühren?

Ich glaub an GOTT! Und ich an Allah! Vermaledeit, auch wenn das Wort Allah nur die arabische Übersetzung für das Wort Gott ist, muss ich nun mit all meinen Waffen Krieg führen! Und danach verklag ich Google Übersetzer, das geht ja mal gar nicht sowas!“

Doch wer hat Schuld am Hass des anderen, Allah oder Gott, Gott oder Allah? Die Antwort, und ich gebe zu sie ist etwas sonderbar, lautet: niemand. Denken Sie mal darüber nach.

Wer hat eigentlich am Hass der anderen Schuld? Kann man von einer Schuld sprechen, wenn Hass doch eigentlich was Gutes sein kann? Wer könnte weiterhin für gute Filme sorgen, wenn sich die minderjährigen masturbierenden Marvel-Muttersöhnchen nicht andauernd mit den dadaistischen dunkelfetischistischen DC-Discettenlaufwerksbefruchtern streiten würden? Was wäre, wenn keiner angefangen hätte, alle Männer plötzlich als Schweine darzustellen und den Hass in den Medien breit zu treten? Wenn Sie sagen sie würden dann keine Nachrichten mehr gucken-me too! Und was wäre, wenn niemand damals Hitler gehasst hätte? Dagegen wär der kleine Raketenmann kurz hinter China ein Witz in einer nordkoreanischen Kindertagesstätte.

Doch es gibt nicht immer nur positiv und negativ, Marvel und DC, Alpha und Omega, Frauen und Männer, Schwuchteln und Machos, Toastbrot oder Pumpernickel, Leben und Sterben, intelligent und dumm, leer und voll, lang und kurz, schwarz und weiß, Opponent und Proponent, Ebbe und Flut, Krieg und Frieden. Hassen und Lieben. Nein, es gibt mehr als das, ein ich und du, ein Wir-Gefühl, was wir für wirklich Wichtig halten, wenn wir statt Zuckerbrot mal Peitsche kriegen. Denn wenn mich das achtzehnjährige Bonzekind Martin als Schwuchtel beleidigt, dann tut mir das nicht weh. Es tut mir nicht weh, das das Wort schwul und all seine Synonyme in der Umgangssprache mit scheiße gleichgesetzt werden und es trifft mich auch nicht mehr wenn ich schief angeguckt werde, außerhalb meiner Herde. Denn meine Herde, meine Freunde, die sind da und schützen mich. In dem sie sich nicht fragen, wer hat Schuld am Hass der anderen, indem sie das Wort schwul benutzen, so wie es gemeint ist und indem sie etwas mit dem Hass machen, was zwischen Schuld und Unschuld steht. Vergessen. Denn wo kein Hass, dort nicht die Frage: wer ist Schuld am Hass der Anderen. Was scheren mich die Anderen. Ich habe Liebe.

– Felix Froning

Kategorien: Schule

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Volker Hauff zu Gast im Augustinianum

Am 21. November 2017 besuchte Volker Hauff, Herausgeber des Brundtland- Berichtes und ehemaliger Bundestagsabgeordneter und Minister für Technologie und Forschung sowie für Verkehr und früherer Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main das Grevener Gymnasium. Dabei hat er aus seinem Leben erzählt und ist besonders auf die Fragen der Schüler in einem Interview und in einer Diskussionsrunde zum Thema Nachhaltigkeit eingegangen. Gesondert hat er den Brundtland-Bericht in einem ausführlichen Vortrag vorgestellt.

Der erste Teil der Befragung befasste sich mit vielseitigen Themen, die von seinem Familienstand, über seinen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung bis hin zu seiner internationalen Studienarbeit und seinem Beitrag zum Brundtland-Bericht langten. Dabei standen gerade Themen, wie der CO– Ausstoß und Kohlekraftwerke, die die Luftqualität in Deutschland nachhaltig beeinträchtigen, sowie sein Beitrag und seine Bewertung seiner Arbeit im Vordergrund. Ebenfalls definierte er das Thema Nachhaltigkeit als ein ökonomisches, ökologisches und soziales Problem, das nicht alleine den Umweltschutz umfasst, sondern aus vielen Perspektiven gesehen und verstanden werden muss.

Der zweite Teil seines Vortrags befasste sich konkret mit dem Brundtland-Bericht, den Volker Hauff in einem Vortrag thematisierte. Dabei ging er speziell auf die Zusammensetzung der Kommission ein und betonte die Wichtigkeit des herausgearbeiteten Nachhaltigkeits-Begriffs, da der Bericht keine fertigen Antworten geliefert hat, sondern auf ein Problem hingewiesen und einen Prozess in Gang gesetzt hat. Ebenfalls stellt er die Erfolge und das Aufsehen, das der Brundtland-Bericht erreicht hat, heraus, was beispielsweise durch die Pariser Beschlüsse und die Bonner Weltklimakonferenz deutlich wurde, die durch den Bericht initiiert wurde.

Der dritte Teil bestand aus einer offenen Diskussion, in der noch einmal die Thematik der Mobilität aufgegriffen und auch die Kohlekraftwerke und seine Haltung dazu thematisiert wurden.

Zusammenfassend hob Volker Hauff bei seinem Besuch hervor, dass Nachhaltigkeit mehr als Umweltschutz bedeutet und dass es sich um einen Prozess handelt, der durch den Brundtland-Bericht in Gang gesetzt wurde, an dem aber auch stetig gearbeitet werden muss.

Die PowerPointPräsentation „30 Jahre Brundtland-Bericht“ kann bei Interesse unter der Menüleiste Angebote//Nachhaltige Bildung auf der Schulhomepage heruntergeladen werden.

(Artikel von: Julia Semesdiek, Abiturientin 2018)

Kategorien: GAGpolit, Greven, Highlights, Nachhaltigkeit

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SoWi Forum: Umgang mit Rechtspopulismus

Am Donnerstag, den 04.05.2017 fand in der Aula eine Podiumsdiskussion zum Thema „Umgang mit Rechtspopulismus“ statt. Neben den Sozialwissenschafts-Kursen der Jahrgangsstufe zehn und einigen Lehrern war auch der SoWi Leistungskurs der Stufe elf anwesend.

Zu Beginn hielt Herr Dr.Krobisch eine kleine Einführungsrede. In dieser erklärte er auch den Grund aus welchem die AfD nicht geladen war. Wie die Meisten wissen, haben auch wir an unserer Schule 17 Flüchtlinge und es gelte diese zu schützen, erläuterte unser Direktor. Laut ihm solle niemand unsere Schule betreten, der Schüler ausgrenzt.
Danach gab er das Wort weiter an den Moderator der Diskussion, Thomas Philipzen. Dieser hatte die Aufgabe die Veranstaltung mit gekonnten Überleitungen und etwas Humor zu begleiten. Zur Veranstaltung waren vier Redner geladen. In einer flotten Runde stellten sie sich vor. Gast Nummer eins war der Student und Autor Josef Kraft, in Co. Arbeit hat er schon ein Buch zu diesem Thema veröffentlicht. Außerdem ist er ehemaliger Schüler unserer Schule. Der Zweite im Bunde ist Herrn Günter Benning gewesen, ein Redakteur der WN. Außerdem war Professor Dr. Schlipphok von der Uni Münster vor Ort. Als einzige Frau komplettierte Christina Möllers von der Villa Ten Hompel die Runde, sie ist Sozialpädagogin.

Auf Wunsch der Schüler gab es dieses Jahr außerdem eine Neuerung: Zwei Schülerinnen des Leistungskurses saßen im Hintergrund und trugen die Aufgabe der „Zeitnehmer“, Zog sich das Gespräch zu sehr in die Länge, durften sie mit Schwung den Gong betätigen, um die Teilnehmer daran zu erinnern, dass das Publikum mit dem Thema abgeschlossen hatte.
Im Laufe des Nachmittags wurde aber nur ein einziges Mal vom Gong Gebrauch gemacht. Zur besseren Gestaltung des Nachmittags wurde die Diskussion in drei Blöcke eingeteilt: Die ersten Beiden befassten sich mit den Themen Ursachen und Gefahren von Rechtspopulismus, beide sollten jeweils eine viertel Stunde einnehmen. Der letzte Block zum Thema Umgang war für 40 Minuten eingeplant.

Wie es aber in angeregten Diskussionen oft so ist wurde auch an diesem Tag das Zeitfenster etwas flexibler behandelt. Die Gestaltung der Diskussion wurde unter anderem auch vom Leistungskurs übernommen. Einige Schüler hatten interessante und unterschiedliche Fragen vorbereitet, die sie dann im Laufe des Gesprächs stellten. Diese Fragen beschäftigten sich mit Problemen oder Themen, über die auch viele von uns das ein oder andere Mal nachgedacht haben.
So konnte zum Beispiel festgestellt werden, warum die AfD so ,,stark“ sei. Dabei gaben die Gastredner an, dass die AfD entgegen des weit verbreiteten Glaubens gar nicht so stark sei. Sie habe einzig und allein eine starke Präsenz in den Medien. Diese käme auch durch die extremen Programmpunkte und Äußerungen verschiedener AfD Mitglieder. Außerdem sei es ein Irrtum, dass diese stärker würde, denn Rechtspopulismus gab es schon immer und das nicht nur in Deutschland.
Während der Veranstaltung wurden aber nicht nur Fragen geklärt, es wurden auch Klischees besprochen und richtiggestellt. Wie stellt man sich einen AfD-Wähler vor, zum Beispiel. Die Meisten würden wahrscheinlich antworten, dass jeder Wähler dieser Partei ungebildet sei und ein klassischer „Vorstadt Asi“, dem ist aber eben nicht so. Die These der Experten lautet: Wer die AfD wählt, ist unzufrieden und fürchtet die Konkurrenz. Manche wählen so aus Rebellion, einfach um zu zeigen, dass sie sowohl mit der SPD, als auch mit der CDU (oder anderen Parteien) unzufrieden sind. Andere wählen, weil sie um ihre Existenz fürchten und glauben, den sozialen Abstieg so verhindern zu können.
Das Thema Medien spielte während der Unterhaltung ebenfalls eine wichtige Rolle. Viele Meldungen würden durch diese dramatisiert, stellte WN Redakteur Benning fest. Man solle als Beispiel die N24 Untertitel nehmen, war sein Kommentar dazu. Und auch die Verkürzung der Nachrichten durch die sozialen Medien stelle ein Problem dar (Facebook an dieser Stelle sein Beispiel), da nicht alle Information weitergeleitet würde. Wer Sicherheit will, so Frau Möllers, der solle verschiedene Quellen vergleichen und sich multimedial informieren. In Diskussionen ist es wichtig korrekte und konkrete Informationen zu haben, daher sollte man bloß nicht alles glauben, was man liest.

Zum Ende der Veranstaltung wurde auch das Publikum mit einbezogen. Moderator Thomas Philipzen ging durch die Reihen der Zuschauer, auf der Suche nach Leuten, die er befragen konnte. Sein erster Auserwählter war Herr Dr. Kinkelbur.
Auf die Frage, ob er Lehrer sei, antwortete er widerwillig mit: „Ja, leider!“. Die Schülerschaft reagierte mit einem lauten Klatschen. Aber auch wir kamen nicht davon. Als Herrn Philipzen einen Schüler mit der Frage, ob wir diskutieren können, konfrontiert, antwortete dieser achselzuckend: „Keine Ahnung“. Selbst als der Moderator nachbohrte, schien der Schüler nicht befähigt, eine Antwort zu geben. Dies lies Herrn Philipzen zu der Frage kommen, ob der Schüler überhaupt wisse, auf welche Schule er gehe. Lautes Lachen bewies, dass das Publikum amüsiert war.
Als der Moderator aufs Podium zurückkehrte, neigte die Veranstaltung sich langsam dem Ende zu. Die vier Teilnehmer wurden abschließend gebeten, ein Fazit zu ziehen und uns Schülern etwas mit auf den Weg zu geben. Sie waren sich alle einig und ergänzten sich, so dass am Ende mitzunehmen ist, dass man immer im Gespräch bleiben soll. Sich informieren und mit Freunden oder Bekannten diskutieren, kann einen oftmals weiterbringen. Auch wichtig sei es, sich zu fragen, wo unsere Gesellschaft überhaupt hinsoll. Klarheit und Vielfältigkeit führen zum Ziel. Professor Schlipphok stellte an dieser Stelle fest, dass sich informieren nicht heißt, einfach zu gucken, was der Wahl-O-Mat einem vorschlägt, sondern dass man vor allem in der Politik selber denken solle. Aber nicht nur während der Wahlperioden ist es wichtig, aktiv zu sein, auch wenn keine Wahlen anstehen, kann man sich immer noch vielseitig engagieren und für seine Meinung einstehen. Demokratie ist wie ein „zartes Pflänzchen“, sie muss jeden Tag gehegt und gepflegt werden.

 

Artikel von: Laura Hülsken feat. Joe Kryszat

Kategorien: Events, GAGpolit, Greven, Medien, Schule

Lateinkursfahrt der EP nach Trier

Mittwoch, den 8. März 2017, sind die drei Lateinkurse der EP zu einer dreitägigen Exkursion nach Trier aufgebrochen.

Begleitet wurden wir Schüler von den Kurslehrern Herrn Clases und Frau Althoff, sowie von Herrn Bockelmann und Frau Meyer, die für den dritten Kurslehrer Herrn Schallenberg eingesprungen war, der an der Fahrt leider nicht teilnehmen konnte.

Die Fahrt nach Trier wird seit 2016 von den Lateinkursen der EP – als Abschlussfahrt vor dem Latinum – durchgeführt.

Nach 5 Stunden Busfahrt erreichten wir am Mittwoch schließlich Trier. Nach einem kurzen Fußmarsch durch die Innenstadt gelangten wir zu unserer Unterkunft. Schon auf dem Weg dorthin fiel uns auf: Es waren hauptsächlich Schüler, die auf dem Trierer Kopfsteinpflaster unterwegs waren. Auch wir schienen mit unserer Masse an Rollkoffern und Sporttaschen kaum aufzufallen.

Untergebracht waren wir im innenstadtnahen Kolpinghaus, das mit kurzen Fußwegen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt punktete. Während unseres Aufenthalts konnten wir also auf einen Bus verzichten und alle Highlights der Stadt – wie sagt der Lateiner so schön – per pedes erreichen.

Bereits am ersten Tag stand für uns die Toga-Stadtführung an, eine Führung, deren Name daher rührt, dass die Stadtführer eine römische Toga trugen. Wir starteten an der Porta Nigra, dem wohl bekanntesten Wahrzeichen der Stadt Trier. Das aus Sandstein gebaute Nordtor der ehemaligen Stadtmauer wurde durch Witterung über die Jahre schwarz und besteht noch heute aus quasi unverbundenen, übereinandergelegten, massiven Steinblöcken. Während der Führung lernten wir noch weitere römische Überbleibsel kennen, unter anderem die Kaiserthermen und die Basilika. Leider hat es – wir hatten Pech – während der Führung in Strömen geregnet. Wir blieben standfest, doch mussten wir schmerzlich feststellen: Auch die Porta Nigra hat leider kein Dach, das Schutz bietet!

Am Donnerstag stand eine Führung im Landesmuseum an, die sich je nach Kurs mit der Gründung Triers oder berühmten Ausgrabungsfunden aus römischer Zeit beschäftigte. Wir machten uns – mit Regenschirmen bewaffnet – auf den Weg zum Museum. Die Schirme leisteten beste Dienste! Nach dem Museumsbesuch, dessen Highlight auf jeden Fall ein originaler Goldschatz aus römischer Zeit war, kam – Gott sei Dank – endlich die Sonne heraus.

Das Highlight der Fahrt war die Führung im Amphitheater. Ein als Gladiator auftretender Schauspieler führte uns durch die Arena, die Ränge des Theaters und die Katakomben. Das von den Wänden und der Decke tropfende und sich auf dem Boden sammelnde Regenwasser sowie die in der Dunkelheit aufgestellten Fackeln sorgten für eine unheimliche Stimmung. Diese ließ die Ausführungen des verkleideten Gladiators noch eindrücklicher und realer erscheinen.

Auch am Freitag hatten wir noch Programm: Wir besichtigten den Dom zu Trier sowie das zugehörige Ausgrabungsgelände unterhalb des Dom-Areals, das die älteste erhaltene christliche Kirche des Landes beherbergt. Diese einzigartige Ausgrabung wurde von keinem geringeren als Papst Benedikt persönlich geweiht und eröffnet.

Genauso wie die Führungen und die Besuche der vielen Wahrzeichen Triers gehörten auch Shoppingtouren und das allabendliche Fußballgucken zur diesjährigen Trierfahrt.

Viel zu schnell war die Fahrt auch schon wieder vorbei und wir beluden den Bus wieder mit unserem Gepäck. Kurz vor dem Einsteigen bemerkten die Lehrer: Es fehlte noch das obligatorische Gruppenfoto vor der Port Nigra. Somit ging es für alle noch einmal zurück zum besagten Wahrzeichen um ein Abschlussbild abzulichten.

Nun waren endlich alle zur Abfahrt bereit und nach ca. 5 -stündiger Fahrt erreichten wir wieder den Busbahnhof in Greven.

Abschließend können wir sagen, dass die Fahrt nach Trier trotz des Wetters und des teilweise zähen Stoffes der Führungen ein Erlebnis war, das uns in Erinnerung bleiben wird.

Es wäre doch schön, wenn die Fahrt doch tatsächlich den einen oder anderen zum Nachdenken angeregt hat, ob Latein nicht doch ein lebendiges Fach ist, das es sich weiter zu wählen lohnt.

Artikel von: Philipp Braune und Hannah Boß, Artikel auf der Schulhomepage

Kategorien: Allgemein, Highlights, Schule

Poetry Slam ’17 – Lauras Beitrag

 

Draußen vor der Tür

Da spricht der Wind zu mir

Er flüstert mir ein Märchen

Vom Wald und von den Lärchen

Einst war einmal ein großes Land

Die Menschen hatten es Forst genannt

Dort lebte der König vom Wald

In prächtiger Hirschengestalt

Die Tiere waren sein Gefolge

Die Vögel seine Herolde

Sie dachten sie hätten dort ewigen Frieden

Doch leider war es nur bei dem Gedanken geblieben

Kaum wirft die Sonne ihr goldenes Licht

Zeigt der Mensch sogleich sein wahres Gesicht

Aus Frieden, Natur und Freiheit

Macht er Gewalt, Kontrolle und Leid

Und wen er nicht kontrollieren kann

Zwingt er durch des Gewehres Bann

Mit jedem Baum den er kaltherzig fällt

Verliert der Forst einen kühnen Held

Die Käfer in der Rinde

Nähren dem Specht und seine Kinder

Die Eule hat noch in keiner Nacht

Eines ihrer Augen zugemacht

Und jeder vom Stamm bis zur Baumkrone

Hat eine Aufgabe und es geht nicht ohne

Mit dem Töten eines Baumes haben wir kein Problem

Doch töten wir immer auch ein Ökosystem

Und blieb es noch nie bei einem

Gar Tausende müssen unter uns leiden

Das großes Land des Hirschen schrumpft

Während manches Gebiet auch völlig versumpft

Die Wüste wächst, der Pol nimmt ab

Für alle ist der Lebensraum knapp

Nur Einer breitet sich gnadenlos aus

Höher und höher, Haus für Haus

Der Mensch nimmt nur, hat noch nie gegeben

Für ihn geht es nur ums blanke Überleben

Mit jeder Minute die für uns keine Bedeutung hat

Geht der Forst verloren, Blatt für Blatt

Der große Hirsch stirbt jeden Tag mehr

Sein Herz und sein Zuhause sind traurig und leer

Und kommt die Zeit, dass der Hirsch beugt sein Geweih

So ist die Ära des Waldes endgültig vorbei

Dann legt er sich nieder in die unfruchtbare Erde

Es legen sich auch nieder alle Tiere und der Rest seiner Herde

Es konnte für dieses Märchen kein Happy End geben

Und auch niemand ist glücklich bis ans Ende vom Leben

Aber es kann nicht sein, dass man sich vor der Wahrheit graut

Jeder wird es sehen, wenn er sich draußen vor die Tür traut

Beitrag von Laura Hülsken (EP)

Kategorien: Events, Medien, Schule

SV-Fahrt 2017

Dieses Jahr ging es wiedermal im Rahmen der SV-Fahrt 2017 zur Landherberge Essern in Diepenau! Dazu trafen sich die Klassen- und Stufensprecher von der fünften bis zur zwölften Klasse, sowie die Ex-SV-Mitglieder und die momentanen SV-Mitglieder, und machten sich auf zu einer Fahrt, in welcher nicht nur selbst gestaltete Programme veranstaltet wurden, sondern auch viele verschiedene Workshops zu den Themen „Integration und Inklusion“, „Nachhaltigkeit & Schulpullis“, „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ und „Schulfest“ behandelt wurden.

Am 22. Januar um 15 Uhr starteten die SV-Mitglieder um 15 Uhr ihre SV-Fahrt am Busbahnhof in Greven. Auf der Busfahrt wurde die Zimmeraufteilung vorgenommen, die dann bei der Ankunft am Nachmittag umgesetzt wurde. Nachdem alle ihre Zimmer bezogen hatten, ging es zum Abendessen bestehend aus einem Buffet, das von den Mitgliedern zusammen gestellt wurde. Da ein Mitglied an dem Tag zufälligerweise auch noch Geburtstag feierte, gab es Kuchen und dem Geburtstagskind wurde ein Liedchen gesungen. Zum sogenannten „Kennlernabend“ versammelten sich alle zu einem kleinen Projekt, das von einem Mitglied der SV organisiert wurde. Bei lustigen Spielen mit Luftballons und fallenden Bettdecken lernten sich alle etwas näher kennen. Letztendlich fielen alle todmüde ins Bett.
Nach dem Frühstück wurden die Anwesenden in verschiedene Gruppen eingeteilt, in denen bis zum Abend Rollenspiele geplant wurden. Für jede Gruppe gab es vorgegebene Begriffe, wie „Pappbecherstapelkunst“, „Einhornhaarspange“ oder „Vorstand der Bezirksregierung“. Nach dieser Erklärung gab es einen Spaziergang für alle, während die Ex-SV das Mittagessen zubereitete.
Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann in die Arbeitsphase mit verschiedenen Workshop-Angeboten der SV. Die Workshops behandelten die Themen „Integration und Inklusion“, „Nachhaltigkeit & Schulpullis“, „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ und „Schulfest“.
Nach dem Abendessen wurden dann die besagten Rollenspiele vorgestellt. Durch die langen Rollenspiele gab es danach einen bunten und entspannten Abend. Bei dem konnten sich die zuvor eingeteilten Teams in vier kleinen Spielen, wie beispielsweise „Luftballon rasieren“ und „Münzwerfen“, unter Beweis stellen.

Am Abreise-Tag gab es nach dem Aufräumen eine kleine Feedback-Runde zur gesamten Fahrt, die sehr positiv ausgefallen ist. Danach ging es mit dem Bus wieder zurück nach Greven!

Kategorien: Greven, Schule

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24. Türchen – Der Mann mit der Mütze.

Er schreckte hoch. Ein Knarren der Dielen im Esszimmer hatte ihn aus dem Schlaf hochschrecken lassen. Verwundert rieb er sich die verschlafenen Augen. Er horchte. Nichts. Bildete er sich jetzt schon Geräusche ein? Nein. Da war es wieder. Ein Zuklappen einer Schranktür versicherte ihm, das er nicht anfing wunderlich zu werden. Also stieg er aus dem Bett, zog sich seine gefilzten Pantoffeln an und blieb erst mal kurz stehen. Das schnelle Aufstehen vertrug er in seinem Alter nicht mehr so gut. Schrecklich, wie die Zeit so verging und mit ihr, seine Vitalität und seine Bewegungsfreude. Während er also so stand und das Blut langsam in seine Beine zurück floss und sein Kopf sich an die aufrechte Position gewöhnte, hörte er wieder diese Geräusche. Jetzt musste die Person im Wohnzimmer angekommen sein, denn das teure Service seiner Großmutter, welches auf dem kleinen, braunen Beistelltisch neben dem Ledersofa stand, klimperte bedrohlich. „Meine Güte. Wie ein Elefant im Porzellanladen.“, dachte er. Er mochte diese Redewendung. Manch einer mochte sagen, dass sie alt und nicht mehr umgangssprachlich war, aber er war auch alt und er ging nun mal nicht gerne mit der Zeit. Und ein Elefant in einem Porzellanladen? Wie komisch das aussehen musste. Er schmunzelte bei dem Gedanken. Er öffnete seine schwere Schlafzimmertür und stieg die ersten Stufen der zerbrechlich wirkenden Treppe hinunter. Bei jedem Schritt hielt er sich am Geländer fest und versicherte sich, dass auch die nächste Stufe ihn noch halten würde. Er blickte an sich hinunter. Sein langer Bart hing zerzaust über seinem doch beachtlichen Bauchansatz. Hatte er wieder zugenommen? Das konnte gar nicht sein. Eigentlich hatte er sich die letzten Wochen bemüht, gesünder zu leben, Sport zutreiben und seine Tiere mal zu Fuß zum „Ausreiten“ zu bringen. Schließlich wollte er im Rahmen seiner Möglichkeiten fit bleiben. Es stand schließlich etwas Großartiges an. Aber es hatte wohl alles nichts gebracht. Beim Fühlen über seinen Bauch fühlte er, dass tatsächlich doch etwas mehr dazu gekommen sein musste. Er hörte seinen schweren Atem. Gesund klang das nicht. „Du bist halt alt.“, murmelte er und stieg weiter die Stufen hinab. Wie ein Elefant eben eine Treppe hinuntersteigen würde. Ha, noch etwas, dass ihn mit dem Sprichwort verband. Er musste von Außen tatsächlich, wie ein dicker, schwerfälliger Elefant aussehen. Ein dicker, schwerfälliger Elefant der schon sehr alt war. Aber er hatte immer noch ein weiches, junges Herz. Darauf bestand er, schließlich hätte er sonst schon längst seinen Beruf an den Haken hängen müssen. Und das würde er wohl niemals schaffen: Er liebte seinen Job.

Er war unten angekommen und sah in das Wohnzimmer hinein. „Ach, Du bist es.“, sagte er mit tiefer, leicht unverständlicher Stimme. Er war immer noch nicht ganz wach. Seine Körperfertigkeiten mussten sich erst mal auf den neuen Tag einstellen. „Hm?“, mampfte da sein Gast. „Ach, Du bist es.“, sagte er noch einmal. Jetzt mit tiefer, aber recht verständlicher Aussprache. „Ja Morgen! Ich hatte Hunger.“, brachte da sein Gast heraus, „Schicker Pyjama, Chef.“ „Was ist denn mit meinem Schlafanzug?“, fragte er zurück. Es war immer hin sein Lieblingsschlafanzug. Mit gestickten Rentieren und Sternchen drauf und das Wichtigste: Er war aus Frottee. Nirgendwo bekam man heute noch Frotteeschlafanzüge her. Die Industrie ging da wohl mit der Zeit. Alle Menschen wollten jetzt möglichst schicke, möglichst dünne Schlafanzüge haben. Mit Spitze und mit sehr wenig Stoff oder als fein geschnittenes Nachthemd; das waren die neusten Trends. Das hatte er zumindest gehört. Er hatte auch gehört, dass das wiederum die Deckenindustrie freute. Da die Leute nun nachts ständig frieren würden, würden sie jetzt immer dickere und größere Decken kaufen. Er selbst fror nie. In einem Frotteeschlafanzug konnte man auch nicht frieren, dass war nicht so vorgesehen vom Universum. „Tja, er ist halt schick. Betont den Bauch.“, schmunzelte der Gast. Fast erschrocken hielt er sich seine großen Hände vor seinen Bauch, als wollte er ihn so verbergen. Aber keine Hände konnten groß genug sein, damit sie das Dilemma überdecken konnten. Also ließ er sie wieder sinken. „Mmh.“, grummelte er und ließ sich etwas schwerfällig in seinem Lesesessel fallen. Das fühlte sich gut an. Diesen Sessel hatte er – in stundenlanger Arbeit – mit viel Liebe und Hingabe eingesessen. Er drückte sich etwas tiefer in den Stoff und legte die Beine hoch. Sein Gast begutachtete ihn. „Du bist etwas eingerostet.“, stellte dieser nun schonungslos fest, „Du bewegst dich wie ein alter Mann. Wie ein alter Mann mit Mütze.“ „Anstatt mich schon am frühen Morgen zu nerven, könntest du mir auch einen Kaffee holen, Rudolf.“, durch seine dicken Brillengläser sah er von seinem Sessel aus zu Rudolf auf der Couch. „Natürlich, Claus. Gerne.“, Rudolf stand auf und stakste in die Küche. Dabei kam er mit seinem Hinterteil schon wieder an das gute Service der Großmutter und es klirrte protestierend. „Pass mir bloß auf das Service auf!“, rief es da vom Sessel. Aber so ganz ernst konnte Claus es nicht meinen. Immerhin war Rudolf ein Rentier und also solches, schon rein Anatomisches nicht für den Haushalt konzipiert. Und dafür machte er seinen Job eigentlich ziemlich gut. Also lehnte sich Claus zurück und atmete tief durch. Der Duft des frisch gebrühten Kaffees erreichte sein Nase und er atmete noch etwas tiefer durch. Wunderbar! Das war ein guter Morgen, so einer, wie er ihn beschreiben würde, wenn ihn mal jemand danach fragen würde. Wer ihn genau mal danach fragen würde, wusste er nicht. Vielleicht mal ein Journalist. Diese Sorte Mensch stellte die seltsamsten Fragen, wenn es darum ging, Seiten mit Tinte zu bedrucken. Oder wenn sie anfingen, Dokumentationen für das Fernsehen zu machen. Ach, was es nicht alles für Dokumentationen gab. Er war immer wieder erstaunt. Als er letztens nach langer Zeit mal wieder das Gerät eingeschaltet hatte, lief da eine Dokumentation über Borkenkäfer. Faszinierende Tiere. Aber so eine Dokumentation über „Gute Morgen“, hätte auch was, fand er.

Rudolf kam mit dem Kaffee zurück und überreichte ihm die dampfende Tasse. Claus nahm sie etwas zittrig entgegen, aber er hielt sie fest. Die Wärme drang in seine Finger und ein einziger Schluck, weckte seine Lebensgeister. Was ein guter Morgen. Er zog sich seine Nachtmütze vom Kopf und legte sie sorgsam über seine Sesselarmlehne. Ohne seine Nachtmütze ging er schon lange nicht mehr zu Bett. Er träumte einfach viel besser, wenn er sie auf hatte. „Ist nicht mehr so viel zeit.“, stellte Rudolf fest, als er sich wieder zurück auf das Sofa setze. In der einen Hufe hielt er einen Keks. Er aß ihn im Ganzen. „Mmh.“, murmelte Claus, „Dieses Jahr ging aber auch wieder viel zu schnell vorbei.“ „So wie jedes Jahr.“, meinte Rudolf und nahm sich noch zwei Kekse aus der Porzellandose, „Aber wir liegen voll im Zeitplan. Dieses Jahr wird ein gutes Jahr.“ Claus nickte stumm. Ja, dieses Jahr hatte wirklich alles gut geklappt. Alle Pakete waren rechtzeitig angekommen, keines der Rentiere war krank geworden und auch der Schlitten wurde bei einer Generalüberholung neu gestrichen und erstrahlte jetzt wieder in einem kräftigen Grün. Er hatte sogar dieses Jahr die Scheinwerferlampen austauschen können. Letztes Jahr wären sie doch beinahe mit einem Hubschrauber zusammengestoßen. Er hatte jetzt zur Sicherheit die teureren und dafür helleren Lampen eingebaut. Sicherheit ging schließlich vor.

Er nahm noch einen Schluck. Der heiße Kaffee tat gut. „Heute müssen wir alles aufladen.“, sagte er, „Bist du fit? Wie sieht es mit den anderen aus?“ „Wir sind bereit! Mal schauen, ob wir dieses Jahr wieder alles auf die Gepäckablage bekommen.“, sagte Rudolf, „Die anderen müssten inzwischen fertig sein, wir können sicher schon sofort loslegen.“

„Das klingt gut. Dann werde ich mir mal eine Jacke überwerfen und zum Stall mitkommen.“, Claus stemmte seine Arme gegen die Armlehne und hob sich aus dem Sessel. Nach dem Kaffee ging das doch alles schon viel geschmeidiger. Rudolf folgte ihn, wobei er sich beim Rausgehen noch einen weiteren Keks schnappte. Claus betrat den Flur und holte seine gesteppte Winterjacke vom Haken. Heute würde er im Schlafanzug bleiben. Heute war so einer dieser Tage. Er holte seine großen Winterstiefel hinter dem Schrank hervor. „Wir haben viel zu tun.“, rief Rudolf, als er freudig aus der Tür sprang. „Also alles wie jedes Jahr.“, sagte Claus. Er nahm die schweren gestrickten Handschuhe aus der Jackeninnentasche und zog sich seine rote Mütze auf. Er atmete noch einmal tief durch bevor er hinaus trat. Die Schlüssel hatte er mitgenommen. Er zog die Tür zu. Es knallte leicht, Schnee fiel vom Vordach hinunter. In seinen großen Stiefeln stapfte er schwerfällig durch den hohen Schnee. Er merkte wie sich sein Herzschlag unter der Anstrengung beschleunigte. Er war wirklich nichts mehr gewohnt. „Wie ein so richtig alter Mann.“, dachte er, „Aber immerhin, wie ein richtig alter Mann mit Mütze.“ Dieses Jahr würde ein gutes Weihnachten werden. Da war er sich sicher.

Fröhliche Weihnachten.

Kategorien: Schule

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Das Monster der Wallstreet. #Kino

Money Monster seit dem 26. Mai im Kino

Regie: Jodie Foster

 

Lee Gates (George Clooney) ist auf den ersten Blick ein geschaffener Börsianer. Aalglatt, ein gestelltes Lächeln und die Millionen durch Börsenhandel auf dem Konto. Er ist ein Aushängeschild; gar ein Repräsentant von Aufstieg, Ruhm und Erfolg. Gleichzeitig ist er aber auch noch Moderator der eigenen Fernsehsendung „Money Monster“, die unter der Mitarbeit der Produzentin Patty Fenn (Julia Roberts) zu einem landesweiten Hit aufgestiegen ist. Unter viel „Bling, Bling“, lustiger Show und dem stetigen weißen Zahnarztwerbelächeln berät er seine Zuschauer über die Börse und die, seiner Ansicht nach, günstigste Anlagemöglichkeit. Wer will nicht, schnell und einfach reich werden?

Als nun allerdings Kyle Budwell (Jack O´Connell) aufgrund eines fehlerhaften Ratschlags Gates, sein gesamtes Familienvermögen verliert, brennen bei ihm die Sicherungen durch. Mit Pistole und Sprengstoffweste bewaffnet stürmt er eine Livesendung von „Money Monster“, nimmt Gate als Geisel und verlangt Antworten. „Wo ist sein – angeblich so sicher – angelegtes Geld? Wer ist für den Verlust verantwortlich?“ Noch wichtiger ist ihm jedoch zusätzlich, den Zuschauern vor den Bildschirmen, die Augen vor der aus Bilanzen, Kurven, Algorithmen, Zahlen und Macht bestehenden Scheinwelt zu öffnen. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

 

Kritik

Der Film ist schlicht, einfach und hat keine besonders herausstechende Charaktere. Und doch gehört er schon jetzt zu den besten Filme die ich je gesehen habe – wie macht er das?

Ganz einfach: Der Film mag eher schlicht sein – keine großen Schauplätze, keine Explosionen, keine großartigen Effekte – aber er weiß es zu nutzen und einzusetzen. Es ist das Nahbare, was Spannung erzeugt, das was fesselt. Das Zusammenspiel zu beobachten, zwischen Regie und Moderator, das Aufeinanderprallen von den unterschiedlichen Charakteren, das Ausspielen untereinander und das Aufbröseln von Glaube und dem anfänglichen „Weltbild“. Das macht diesen Film aus.

Bei all der Spannung und der Dramatik vergisst der Film aber auch nie, einen durch wohldosierte, feinfühlige Gags aufzulockern. Er versteht es den Zuschauer  immer wieder zu überraschen (Beispielsweise als Kyles Freundin, über einen Bildschirm im Studio mit dem Geschehenen verbunden, eine völlig unerwartete Reaktion zeigt, als sie das Wort an ihren Freund richtet.) um so die Aufmerksamkeit für das was passiert hoch zu halten.

Die Handlung selbst ist wahrscheinlich vorhersehbar. Sie flacht in der Hälfte des Films leider etwas ab, fängt sich aber wieder und zieht gegen Ende noch einmal gebührend an.

Alles in allem überzeugt dieser Film durch seine interessante, schlichte Herangehensweise, seine stetige Spannung, seine perfekt eingefügte Komik und der nötigen Dramatik. Er verliert sich nicht in seiner Story, ist nachvollziehbar, und lässt die handelnden Charaktere für sich selber sprechen. Also auch, wenn wir diese Charaktere (u.a. den Schnösel und den Auflehner gegen das System) bereits mehrere Male in anderen Filmen gesehen haben, schaffen es die Schauspieler/innen sich gekonnt in Szene zu setzen und ihren Figuren ein eigenes Gesicht zu geben.

 

 

Handlung                               4

Spannung                               4

Humor                                    5

Umsetzung                             5

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Fazit: 4,5 Sterne

 

 

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Kategorien: Schule

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„Angry Birds“ – Du blödes Schwein!

Basierend auf einer der bekanntesten Apps mit dem Namen „Angry Birds“ (2009), bringt der Programmierer Rovio Entertainment nun seine farbenfrohen Vögel und dicklichen Schweine auf die große Kinoleinwand. Durch die Kooperation mit Sony Pictures Entertainment kann die finnische Firma so von sich behaupten, die allererste App verfilmt zu haben.

Die Handlung ist schnell erzählt:

Als eines Tages ein Schiff mit grünen Schweinen auf der idyllischen Insel der Vögel anlegt, ist es mit der beschaubaren Ruhe der Bodenbewohner schnell vorbei. Unter Ausnutzung der ihnen, durch die Vögel entgegengebrachten naiven Gastfreundschaft, hegen die Schweine einen teuflischen Plan aus: Sie wollen die Eier der Vögel klauen!

Nur Red (gesprochen von Christoph Maria Herbst), Chunk (gesprochen von Axel Stein) und Bombe (gesprochen von Axel Prahl) durchschauen von Anfang an den finsteren Plan. Doch weil sie bereits öfter negativ in der Vogelgemeinschaft aufgefallen sind, schenkt ihren Einwänden gegenüber den Fremden, niemand Beachtung. Aus Verzweiflung und aus Sorge um die Heimat, konsultieren sie so den Helden ihrer Kindheit: Den mächtigen Adler (gesprochen von Smudo). Dieser ist jedoch, besonders zur Reds Enttäuschung, mehr damit beschäftigt, seinen wohlverdienten Ruhestand zu genießen. So bleibt es wohl oder übel an den Dreien ihre bekannte, artenreiche Welt zu retten…

 

Rezension

 

Handlung: 4 Sterne

Kinderfreundlich und familienorientiert präsentiert sich die Handlung als kunterbunte Achterbahnfahrt durch eine farbenfrohe Roviowelt. Nach Vorstellung der ungewöhnlichen Protagonisten nimmt der Film schnell Fahrt auf und steuert durchgängig auf das große Finale zu.

 

Umsetzung: 3 Sterne

Rovio braucht sich mit diesem Film nicht vor etablierten Animationsstudios zu verstecken. Auf ansprechende Art und Weise führt der Film den Zuschauer in die Welt der Leinwandhelden ein. Der 3D-Effekt spielt dabei allerdings kaum eine Rolle; obgleich er an vielen Stellen sicher sinnvoll eingesetzt hätte werden können.

 

Humor: 3 Sterne

Der für Familien konzipierte Film, passt sich dem Humor der jüngeren Generation an. Viele Gags bleiben flach; fügen sich so also gut in das Gesamtbild eines anspruchslosen Spaßfilms ein. Bei genauerer Betrachtung, finden sich jedoch abseits der Handlung einige durchaus gelungene, zum Nachdenken anregende Anspielungen.

 

Kreativität: 4 Sterne

Dem Film gelingt das Kunststück, bei Kennern des Spiels, für einen gewissen Wiedererkennungswert (besonders bei der Ausarbeitung der handelnden Charaktere und ihren Eigenschaften) zu sorgen, ohne sich dabei jedoch einengen zu lassen. Das Setting beschränkt sich zwar fast ausschließlich auf die idyllische Vogelheimatinsel im Ozean, weiß aber durch gelungene Bilder und liebevolle Ideen aufzutrumpfen. Die (Anti-)Helden präsentieren sich als bunte Mischung aus Ideenreichtum und dem Mut zu Neuem; ein freudiges Spektakel.

 

Fazit: 3,5 Sterne

Als leichtes Unterhaltungskino bietet sich der Film gerade für Familien an. In Gestalt einer bunten Bonbontüte voller schräger, kreativer Ideen, verleitet der Film den Zuschauer dazu, sich zurückzulehnen und in die gleichnamige Tüte zu greifen. Ob das allerdings den Preis einer Kinokarte mit 3D-Aufschlag rechtfertigt sei dahingestellt – der Film wird wohl genauso sicher auf dem heimischen Fernseher funktionieren.

 

„Angry Birds – Der Film“ seit 12.Mai im Kino

 

 

Kategorien: Schule

Tag der offenen Tür – Ein Protokoll

Anwesend sind: Denis, Noah, Kathi, Jasmin, Frau Sartorius, Rebecca, Amira und Amely

Ablauf der Schülerzeitung:

9:30: Redaktion trifft sich und baut den Raum auf.(Selbstlernzentrum)

10:00: Wir wurden mit Laptops versorgt und haben sie erfolgreich aufgebaut.

Wir haben uns Internet besorgt und warten auf Besucher!

10:25:  5 Personen habe uns bereits besucht und die Ausgaben angeschaut.

Herr Henke kommt und gibt gute Tipps für Website und co.:

Instagram-Account für Schulschnappschüsse (Events wie z.B Schulfest, Tag der offenen Tür) (Schüler fragen bei der Schulleitung nach)

Besucherzähler( Google-Analytics) für www.gag-greven.de

10:40: Weitere Besucher kommen und alle sind bereits effektiv am arbeiten.

Herr Krobisch schaut ebenfalls vorbei und erkundigt sich darüber was wir machen.

11:00: Knapp eine Stunde ist bereits vergangen und mit 38 Besuchern sind wir ganz gut dabei.

11:06: Unser 40. Besucher! YEAH!

11:30: Wir haben bereits unsere 50 Besucher geknackt und in einer Stunde schliessen wir wieder die Türen.

12:00: Ende vom Tag der offenen Tür.

Besucher: 64

Kategorien: Highlights, Schule