Gewinnerbeitrag: ,,Das Hassgedicht“

Das Hassgedicht

Manchmal, wenn ich durch die Siedlung lauf‘, und seh‘ was dort des Nachts passiert, dann frag ich mich nach nicht einmal zwei versifften Häuserblocks und ausnahmsweise mal weniger als vier Beleidigungen schon ganz schockiert: wer hat eigentlich am Hass der Anderen Schuld?

Ich bin, was meinen Liebeskompass angeht, durch den Regenbogen der Gefühle mit anderen Männern verbunden, oder um es weniger poetisch und mit den Worten des achtzehnjährigen Bonzenkindes Martin am Straßenrande auszudrücken, eine verfickte Schwuchtel. Kein Grund deprimiert zu sein meine Damen und Herren, ich hab‘ auch so meinen Spaß. Wie dem auch sei, ich frag mich in solch‘ einem Moment immer: wer hat eigentlich am Hass der Anderen Schuld.

Ist das achtzehnjährige Bonzenkind Martin vielleicht einfach zurückgeblieben, haben die Eltern da was in der Erziehung vermieden, oder, und das ist natürlich um einiges einleuchtender, bin ich wie alle Homosexuellen Schwuchteln Teil einer Geheimgesellschaft die nur darauf wartet das die Menschheit ihre Mauer fallen lässt um sie dann mit allen Waffen die wir besitzen anzugreifen die da lauten: kleine pinke Smoothies mit gezwirbelten Strohhälmen und ganz vielen Kopien des Films Brokeback Mountain! Obwohl, nein, wir leben ja schon in 2018: Cranberry Vodka aus der Flasche und BluRay Discs von Transformers-Die Rache.

Doch wer hat nun am Hass der Anderen Schuld? Sollten sich die Afro-Amerikaner vielleicht einfach mal mit Perwoll-Strahlend Weiß waschen, um im Dunkeln von den Cops besser gesehen zu werden? Oder alle Frauen einfach zu Männern um operieren lassen damit Sie, um mal wieder das achtzehnjährige Bonzenkind Martin zu zitieren nicht mehr so krass viel dumm sind und so. Doch dann hätte Martin ja wieder das Problem mit den Schwuchteln: irgendwas muss er ja Freitagsabends vor Fack ju Göthe Filmhabend und Freisaufen bei Freddie noch zu ficken haben.

Wer hat eigentlich am Hass der anderen Schuld. Sind die Kriege im Nahen Osten vielleicht auch nur auf ein Mangel an konstruktiver Kommunikation zurückzuführen, oder geht es auch da um den Hass auf andere Meinungen und könnte das ständige Schuldzuweisen ebenfalls daher rühren?

Ich glaub an GOTT! Und ich an Allah! Vermaledeit, auch wenn das Wort Allah nur die arabische Übersetzung für das Wort Gott ist, muss ich nun mit all meinen Waffen Krieg führen! Und danach verklag ich Google Übersetzer, das geht ja mal gar nicht sowas!“

Doch wer hat Schuld am Hass des anderen, Allah oder Gott, Gott oder Allah? Die Antwort, und ich gebe zu sie ist etwas sonderbar, lautet: niemand. Denken Sie mal darüber nach.

Wer hat eigentlich am Hass der anderen Schuld? Kann man von einer Schuld sprechen, wenn Hass doch eigentlich was Gutes sein kann? Wer könnte weiterhin für gute Filme sorgen, wenn sich die minderjährigen masturbierenden Marvel-Muttersöhnchen nicht andauernd mit den dadaistischen dunkelfetischistischen DC-Discettenlaufwerksbefruchtern streiten würden? Was wäre, wenn keiner angefangen hätte, alle Männer plötzlich als Schweine darzustellen und den Hass in den Medien breit zu treten? Wenn Sie sagen sie würden dann keine Nachrichten mehr gucken-me too! Und was wäre, wenn niemand damals Hitler gehasst hätte? Dagegen wär der kleine Raketenmann kurz hinter China ein Witz in einer nordkoreanischen Kindertagesstätte.

Doch es gibt nicht immer nur positiv und negativ, Marvel und DC, Alpha und Omega, Frauen und Männer, Schwuchteln und Machos, Toastbrot oder Pumpernickel, Leben und Sterben, intelligent und dumm, leer und voll, lang und kurz, schwarz und weiß, Opponent und Proponent, Ebbe und Flut, Krieg und Frieden. Hassen und Lieben. Nein, es gibt mehr als das, ein ich und du, ein Wir-Gefühl, was wir für wirklich Wichtig halten, wenn wir statt Zuckerbrot mal Peitsche kriegen. Denn wenn mich das achtzehnjährige Bonzekind Martin als Schwuchtel beleidigt, dann tut mir das nicht weh. Es tut mir nicht weh, das das Wort schwul und all seine Synonyme in der Umgangssprache mit scheiße gleichgesetzt werden und es trifft mich auch nicht mehr wenn ich schief angeguckt werde, außerhalb meiner Herde. Denn meine Herde, meine Freunde, die sind da und schützen mich. In dem sie sich nicht fragen, wer hat Schuld am Hass der anderen, indem sie das Wort schwul benutzen, so wie es gemeint ist und indem sie etwas mit dem Hass machen, was zwischen Schuld und Unschuld steht. Vergessen. Denn wo kein Hass, dort nicht die Frage: wer ist Schuld am Hass der Anderen. Was scheren mich die Anderen. Ich habe Liebe.

– Felix Froning

Kategorien: Schule

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Poetry Slam ’18

,,Schade!“ – So lautete das Thema des diesjährigen Poetry Slams der EP, wo es mit literarischen und poetischen Texten am Abend des 7. März ziemlich zur Sache ging.

Doch für all diejenigen, die nicht wissen was ein ,,Poetry Slam“ überhaupt ist: In einem Poetry Slam geht es um das Vortragen selbstgeschriebener Texte aller Art nur mithilfe der eigenen Stimme und Bewegungen. Dabei treten die sogenannten ,,Slammer“ mit dem unterschiedlichsten ,,Poetrys“ gegeneinander an. Das Publikum darf schlussendlich mithilfe von Punkten den Liebling des Abends bestimmen.

Ins Leben wurde der Poetry Slam am Gymnasium von Frau Hüser mit der Unterstützung von Frau Husmann gerufen, und wurde daher fortan jedes Jahr im Frühling zu einem bestimmten Oberthema ausgetragen. Dieses müssen die Texte der Schülerinnen und Schüler schlussendlich irgendwie wieder aufgreifen – ob humorvoll, berührend oder hinter der Rose. Am Ende des Abends soll es dann drei Gewinner geben, die mit einem Preis belohnt werden.

Geleitet wurde der gestrige Abend von Laura (Q2, Gewinnerin von 2016) und Oliver (Q1, Gewinner von 2017), die als Duo die Reihenfolge der Slammer losten und die Preise übergaben. Sobald der erste Slammer die Bühne betrat, spürte man im ganzen Raum die Aufregung von Lehrern, Schaulustigen und Vortragenden. Nachdem Benjamin S. als Beginner des Abends seinen Vortrag hinter sich gebracht hatte, folgte Poetry auf Poetry: Jan L. reimte auf jeden einzelnen Buchstaben des Wortes ,,Schade“, andere Slammer wie Clara H. erzählten von Verlust, ,,Sommernachtsträumen“ und schönen Erinnerungen. Felix K. überzeugte zwischen den ernsthaften Texten von Clara H. und Dorothea F., die den Mut den heimlichen Schwarm endlich anzusprechen thematisierte, mit einem humorvollen Poetry über Konsum.
Waldemar H. brach mit seinen Zeichnungen einer Ameise zwar eine Regel des Poetry Slams, erntete dafür jedoch viele Lacher für seinen Text ,,Kaufen Sie Vorstellungskraft!“, in welchem er als Teleshoppingverkäufer auftrat und den Zuschauern ,,Vorstellungskraft“ anbot. Mit kritischen Texten glänzten dagegen Malvin L., Laney P., Maike C. und Imke B., die entweder von Behinderungen, Erinnerungen oder unperfekten Menschen erzählten. Als letzter Slammer vor der ,,Halbzeit“ trat der Liebling des Abends auf: Felix Froning. Er griff die Themen Homosexualität und Hass auf und richtete somit einen absolut gelungenen Appell mit ganz viel Humor an die Zuschauer, welche sich vor Begeisterung kaum noch auf den Stühlen halten konnten.

Nach einer kurzen Pause ging es mit Janna N. und ihrem Text ,,Die Dunkelheit“ weiter, welche sich ebenfalls mit einem starken und zwischenmenschlichen Appell an die Zuschauer richtete und mehr Liebe und Hilfe gegenüber Flüchtenden forderte. Can P. erzählte von den Schattenseiten der Menschheit und forderte auf, manche Dinge mehr zu hinterfragen. Mika B. traute sich ein Thema anzusprechen, das für viele Jugendliche ein großer Bestandteil ihres Lebens ist oder zumindest wird: Sexualität. Ronja S. schloss sich mit ihrem Poetry über typische Teenagerprobleme an und Anna G. kritisierte scharf den menschlichen Egoismus und verwies auf die Wichtigkeit von Nachhaltigkeit für eine gute Zukunft. Cedrik H. erntete schon vor Beginn seines Poetrys Lacher für seine unzähligen Wortwitze: ,,Der Text ist wie ein schüchterner Mitschüler, der spricht nicht jeden an!“
Anna D. sprach in ihrem Text über ,,Macher“ und ,,Träumer“: ,,Schade, dass es diesen kleinen Unterschied zwischen Träumen und Wirklichkeit gibt!“ Und schade, dass darauf bereits der letzte Slammer des Abends auftrat – Sandrina L. bildete mit einem sehr persönlichen Text über Freundschaft und Mobbing den Abschluss.

Es traten viele gute Slammer an diesem Abend auf, jedoch konnte es nur einen zweiten Platz geben; Malvin L. und Cedrik H. mussten daher in einem sogenannten ,,Synonymbattle“ gegeneinander antreten, worin es darum ging, die meisten Synonyme auf einen Begriff zu finden. Nach zwei Runden stand die Platzverteilung fest: Malvin belegt mit seinem Poetry über Behinderungen den dritten Platz und Cedrik H. durfte mit seinen Wortwitzen Rang zwei des Siegertreppchens besteigen. Der Sieger des Abends stand im Gegensatz dazu jedoch sofort fest. Laura kündigte ihn mit großer Euphorie an: ,,Und Erster ist… der Froning!“

Somit endete ein Abend voller kritischer Texten, die dazu aufriefen mehr zu Hinterfragen, emotionaler Erzählungen und humorvollen Witzen. Wir freuen uns auf nächstes Jahr und weitere tolle Poetrys von den verschiedensten Schülerinnen und Schüler, wenn es wieder heißt ,,Poetry Slam der EP!“

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Tag der offenen Tür am Gymnasium

Am letzten Januar-Samstag war es wieder so weit: Das Gymnasium öffnete seine Pforten für angehende Schüler, Interessenten und Entdecker!

Über zwei Stunden hatten die Besucher Zeit, sich die verschiedensten Facetten des Gymnasium Augustinianums anzuschauen: Neben den Gruselgeschichten der 7b – präsentiert im Fahrradkeller des Hauptgebäudes- und der Schulband im West I, bunten Experimenten im NW-Trakt und Rollenspielen bei der Schülerzeitung, konnte man sich über die aktuellen Angebote des Schullebens und den Unterricht informieren. Eröffnet wurde das Spektakel in der großräumigen Aula, wo nach einer Rede von Herrn Dr. Krobisch der Chor mit Begleitung des Orchesters ein Stück präsentierte. Darauf ging es auch schon ins große Gedränge: Die Referendare Herr Neubarth und Herr Erbacher veranschaulichten anhand der neuen Schultablets, dass selbst Photoshoppen mit ein wenig Übung und auf der Grundlage historischen Malereien zu einem Kinderspiel werden kann, indem sie Gesichter der Kinder anstelle der Gesichter von Ludwig XVI. einfügten.

In der Kinderbetreuung konnten unsere ganz kleinen Besucher spielen, malen und zusammen mit den Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums lesen.

Frau Husmann, Frau Bosse und Frau Eisenrichter präsentierten nahe der Aula einen kreativen Spanischunterricht: Anhand Micky Maus Comics konnten die angehenden Sprach- Interessenten sich an spanischen Sätzen versuchen und dem Bildern nicht nur Form, sondern auch Wort verleihen.

In den Kunsträumen unter dem Dach des Hauptgebäudes konnte man nicht nur staunend die Kunst der Schüler und LKler bewundern, sondern auch selbst kreativ werden! Anhand einfacher Buntstifte konnte man sich dort an dem Kolorieren verschiedenster Motive versuchen, welche schlussendlich zu einer großen Collage zusammengefügt wurden.

Neben der Knallgasprobe und anderen chemischen Experimenten, konnten sowohl Klein als auch Groß viel ausprobieren im naturwissenschaftlichen Trakt; man kam gar nicht mehr aus dem Staunen (und Bewundern der Indikatoren) heraus! Besonders gut besucht waren außerdem die Physikräumlichkeiten, wo sich die angehenden Wissenschaftler und Forscher mithilfe der Physiklehrer und Schüler an Stromkreisen und Maschinen versuchen konnten.

Harte Konkurrenz bekam der NW-Trakt durch den neuen 3D-Drucker der Informatiker, die den vielen Interessenten anhand  eigener Modelle und Beispiele das System des Druckers erklärten. Daneben fuhren die lieb gewonnenen Roboter durch die Gänge unserer Schule.

Neben den anderen Kursangeboten wurde auch das Fach Pädagogik für die angehenden Zehntklässler präsentiert. Im Keller des West II durften sich die Pädagogen und Pädagoginnen mit aufwendig gestalteten Plakaten und Aktionen die Inhalte ihres Fachs darstellen. Darunter  wurden auch die Facharbeiten der zwei Schülerinnen Berta K. und Jennifer P. vorgestellt, die diese im Rahmen des Projektkurses Pädagogik in Zusammenarbeit mit der Universität Münster verfasst haben. Das Thema, zu dem sie geschrieben haben, lautete „Forschendes Lernen, Lernen erforschen“, deshalb kamen die Schülerinnen auf folgende Ideen für ihr Projekt: „Prokrastination auf Grund von Zeitmangel“ und „Die Schlüsselwortmethode als Merkstrategie“.

Der Projektkurs geht die ganze Q1 lang, alle vier Wochen mussten die Schüler aus den Projektkursen der Schulen nach Münster fahren, wo sie von Studenten an der Universität Münster unterstützt werden. Pro Schule wurden ein bis drei Studenten  zur Verfügung gestellt, die Fragen und Hilfestellungen geben konnten.

Insgesamt lässt sich also festhalten: Das Angebot war bunt wie eh und je und das Gymnasium konnte sich angemessen von all seinen Facetten zeigen, auf dass bald viele interessierte Schülerinnen und Schüler durch die Gänge unserer Schule laufen!

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Kategorien: Events, Greven, Highlights, Schule

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Volker Hauff zu Gast im Augustinianum

Am 21. November 2017 besuchte Volker Hauff, Herausgeber des Brundtland- Berichtes und ehemaliger Bundestagsabgeordneter und Minister für Technologie und Forschung sowie für Verkehr und früherer Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main das Grevener Gymnasium. Dabei hat er aus seinem Leben erzählt und ist besonders auf die Fragen der Schüler in einem Interview und in einer Diskussionsrunde zum Thema Nachhaltigkeit eingegangen. Gesondert hat er den Brundtland-Bericht in einem ausführlichen Vortrag vorgestellt.

Der erste Teil der Befragung befasste sich mit vielseitigen Themen, die von seinem Familienstand, über seinen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung bis hin zu seiner internationalen Studienarbeit und seinem Beitrag zum Brundtland-Bericht langten. Dabei standen gerade Themen, wie der CO– Ausstoß und Kohlekraftwerke, die die Luftqualität in Deutschland nachhaltig beeinträchtigen, sowie sein Beitrag und seine Bewertung seiner Arbeit im Vordergrund. Ebenfalls definierte er das Thema Nachhaltigkeit als ein ökonomisches, ökologisches und soziales Problem, das nicht alleine den Umweltschutz umfasst, sondern aus vielen Perspektiven gesehen und verstanden werden muss.

Der zweite Teil seines Vortrags befasste sich konkret mit dem Brundtland-Bericht, den Volker Hauff in einem Vortrag thematisierte. Dabei ging er speziell auf die Zusammensetzung der Kommission ein und betonte die Wichtigkeit des herausgearbeiteten Nachhaltigkeits-Begriffs, da der Bericht keine fertigen Antworten geliefert hat, sondern auf ein Problem hingewiesen und einen Prozess in Gang gesetzt hat. Ebenfalls stellt er die Erfolge und das Aufsehen, das der Brundtland-Bericht erreicht hat, heraus, was beispielsweise durch die Pariser Beschlüsse und die Bonner Weltklimakonferenz deutlich wurde, die durch den Bericht initiiert wurde.

Der dritte Teil bestand aus einer offenen Diskussion, in der noch einmal die Thematik der Mobilität aufgegriffen und auch die Kohlekraftwerke und seine Haltung dazu thematisiert wurden.

Zusammenfassend hob Volker Hauff bei seinem Besuch hervor, dass Nachhaltigkeit mehr als Umweltschutz bedeutet und dass es sich um einen Prozess handelt, der durch den Brundtland-Bericht in Gang gesetzt wurde, an dem aber auch stetig gearbeitet werden muss.

Die PowerPointPräsentation „30 Jahre Brundtland-Bericht“ kann bei Interesse unter der Menüleiste Angebote//Nachhaltige Bildung auf der Schulhomepage heruntergeladen werden.

(Artikel von: Julia Semesdiek, Abiturientin 2018)

Kategorien: GAGpolit, Greven, Highlights, Nachhaltigkeit

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SoWi Forum: Umgang mit Rechtspopulismus

Am Donnerstag, den 04.05.2017 fand in der Aula eine Podiumsdiskussion zum Thema „Umgang mit Rechtspopulismus“ statt. Neben den Sozialwissenschafts-Kursen der Jahrgangsstufe zehn und einigen Lehrern war auch der SoWi Leistungskurs der Stufe elf anwesend.

Zu Beginn hielt Herr Dr.Krobisch eine kleine Einführungsrede. In dieser erklärte er auch den Grund aus welchem die AfD nicht geladen war. Wie die Meisten wissen, haben auch wir an unserer Schule 17 Flüchtlinge und es gelte diese zu schützen, erläuterte unser Direktor. Laut ihm solle niemand unsere Schule betreten, der Schüler ausgrenzt.
Danach gab er das Wort weiter an den Moderator der Diskussion, Thomas Philipzen. Dieser hatte die Aufgabe die Veranstaltung mit gekonnten Überleitungen und etwas Humor zu begleiten. Zur Veranstaltung waren vier Redner geladen. In einer flotten Runde stellten sie sich vor. Gast Nummer eins war der Student und Autor Josef Kraft, in Co. Arbeit hat er schon ein Buch zu diesem Thema veröffentlicht. Außerdem ist er ehemaliger Schüler unserer Schule. Der Zweite im Bunde ist Herrn Günter Benning gewesen, ein Redakteur der WN. Außerdem war Professor Dr. Schlipphok von der Uni Münster vor Ort. Als einzige Frau komplettierte Christina Möllers von der Villa Ten Hompel die Runde, sie ist Sozialpädagogin.

Auf Wunsch der Schüler gab es dieses Jahr außerdem eine Neuerung: Zwei Schülerinnen des Leistungskurses saßen im Hintergrund und trugen die Aufgabe der „Zeitnehmer“, Zog sich das Gespräch zu sehr in die Länge, durften sie mit Schwung den Gong betätigen, um die Teilnehmer daran zu erinnern, dass das Publikum mit dem Thema abgeschlossen hatte.
Im Laufe des Nachmittags wurde aber nur ein einziges Mal vom Gong Gebrauch gemacht. Zur besseren Gestaltung des Nachmittags wurde die Diskussion in drei Blöcke eingeteilt: Die ersten Beiden befassten sich mit den Themen Ursachen und Gefahren von Rechtspopulismus, beide sollten jeweils eine viertel Stunde einnehmen. Der letzte Block zum Thema Umgang war für 40 Minuten eingeplant.

Wie es aber in angeregten Diskussionen oft so ist wurde auch an diesem Tag das Zeitfenster etwas flexibler behandelt. Die Gestaltung der Diskussion wurde unter anderem auch vom Leistungskurs übernommen. Einige Schüler hatten interessante und unterschiedliche Fragen vorbereitet, die sie dann im Laufe des Gesprächs stellten. Diese Fragen beschäftigten sich mit Problemen oder Themen, über die auch viele von uns das ein oder andere Mal nachgedacht haben.
So konnte zum Beispiel festgestellt werden, warum die AfD so ,,stark“ sei. Dabei gaben die Gastredner an, dass die AfD entgegen des weit verbreiteten Glaubens gar nicht so stark sei. Sie habe einzig und allein eine starke Präsenz in den Medien. Diese käme auch durch die extremen Programmpunkte und Äußerungen verschiedener AfD Mitglieder. Außerdem sei es ein Irrtum, dass diese stärker würde, denn Rechtspopulismus gab es schon immer und das nicht nur in Deutschland.
Während der Veranstaltung wurden aber nicht nur Fragen geklärt, es wurden auch Klischees besprochen und richtiggestellt. Wie stellt man sich einen AfD-Wähler vor, zum Beispiel. Die Meisten würden wahrscheinlich antworten, dass jeder Wähler dieser Partei ungebildet sei und ein klassischer „Vorstadt Asi“, dem ist aber eben nicht so. Die These der Experten lautet: Wer die AfD wählt, ist unzufrieden und fürchtet die Konkurrenz. Manche wählen so aus Rebellion, einfach um zu zeigen, dass sie sowohl mit der SPD, als auch mit der CDU (oder anderen Parteien) unzufrieden sind. Andere wählen, weil sie um ihre Existenz fürchten und glauben, den sozialen Abstieg so verhindern zu können.
Das Thema Medien spielte während der Unterhaltung ebenfalls eine wichtige Rolle. Viele Meldungen würden durch diese dramatisiert, stellte WN Redakteur Benning fest. Man solle als Beispiel die N24 Untertitel nehmen, war sein Kommentar dazu. Und auch die Verkürzung der Nachrichten durch die sozialen Medien stelle ein Problem dar (Facebook an dieser Stelle sein Beispiel), da nicht alle Information weitergeleitet würde. Wer Sicherheit will, so Frau Möllers, der solle verschiedene Quellen vergleichen und sich multimedial informieren. In Diskussionen ist es wichtig korrekte und konkrete Informationen zu haben, daher sollte man bloß nicht alles glauben, was man liest.

Zum Ende der Veranstaltung wurde auch das Publikum mit einbezogen. Moderator Thomas Philipzen ging durch die Reihen der Zuschauer, auf der Suche nach Leuten, die er befragen konnte. Sein erster Auserwählter war Herr Dr. Kinkelbur.
Auf die Frage, ob er Lehrer sei, antwortete er widerwillig mit: „Ja, leider!“. Die Schülerschaft reagierte mit einem lauten Klatschen. Aber auch wir kamen nicht davon. Als Herrn Philipzen einen Schüler mit der Frage, ob wir diskutieren können, konfrontiert, antwortete dieser achselzuckend: „Keine Ahnung“. Selbst als der Moderator nachbohrte, schien der Schüler nicht befähigt, eine Antwort zu geben. Dies lies Herrn Philipzen zu der Frage kommen, ob der Schüler überhaupt wisse, auf welche Schule er gehe. Lautes Lachen bewies, dass das Publikum amüsiert war.
Als der Moderator aufs Podium zurückkehrte, neigte die Veranstaltung sich langsam dem Ende zu. Die vier Teilnehmer wurden abschließend gebeten, ein Fazit zu ziehen und uns Schülern etwas mit auf den Weg zu geben. Sie waren sich alle einig und ergänzten sich, so dass am Ende mitzunehmen ist, dass man immer im Gespräch bleiben soll. Sich informieren und mit Freunden oder Bekannten diskutieren, kann einen oftmals weiterbringen. Auch wichtig sei es, sich zu fragen, wo unsere Gesellschaft überhaupt hinsoll. Klarheit und Vielfältigkeit führen zum Ziel. Professor Schlipphok stellte an dieser Stelle fest, dass sich informieren nicht heißt, einfach zu gucken, was der Wahl-O-Mat einem vorschlägt, sondern dass man vor allem in der Politik selber denken solle. Aber nicht nur während der Wahlperioden ist es wichtig, aktiv zu sein, auch wenn keine Wahlen anstehen, kann man sich immer noch vielseitig engagieren und für seine Meinung einstehen. Demokratie ist wie ein „zartes Pflänzchen“, sie muss jeden Tag gehegt und gepflegt werden.

 

Artikel von: Laura Hülsken feat. Joe Kryszat

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Lateinkursfahrt der EP nach Trier

Mittwoch, den 8. März 2017, sind die drei Lateinkurse der EP zu einer dreitägigen Exkursion nach Trier aufgebrochen.

Begleitet wurden wir Schüler von den Kurslehrern Herrn Clases und Frau Althoff, sowie von Herrn Bockelmann und Frau Meyer, die für den dritten Kurslehrer Herrn Schallenberg eingesprungen war, der an der Fahrt leider nicht teilnehmen konnte.

Die Fahrt nach Trier wird seit 2016 von den Lateinkursen der EP – als Abschlussfahrt vor dem Latinum – durchgeführt.

Nach 5 Stunden Busfahrt erreichten wir am Mittwoch schließlich Trier. Nach einem kurzen Fußmarsch durch die Innenstadt gelangten wir zu unserer Unterkunft. Schon auf dem Weg dorthin fiel uns auf: Es waren hauptsächlich Schüler, die auf dem Trierer Kopfsteinpflaster unterwegs waren. Auch wir schienen mit unserer Masse an Rollkoffern und Sporttaschen kaum aufzufallen.

Untergebracht waren wir im innenstadtnahen Kolpinghaus, das mit kurzen Fußwegen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt punktete. Während unseres Aufenthalts konnten wir also auf einen Bus verzichten und alle Highlights der Stadt – wie sagt der Lateiner so schön – per pedes erreichen.

Bereits am ersten Tag stand für uns die Toga-Stadtführung an, eine Führung, deren Name daher rührt, dass die Stadtführer eine römische Toga trugen. Wir starteten an der Porta Nigra, dem wohl bekanntesten Wahrzeichen der Stadt Trier. Das aus Sandstein gebaute Nordtor der ehemaligen Stadtmauer wurde durch Witterung über die Jahre schwarz und besteht noch heute aus quasi unverbundenen, übereinandergelegten, massiven Steinblöcken. Während der Führung lernten wir noch weitere römische Überbleibsel kennen, unter anderem die Kaiserthermen und die Basilika. Leider hat es – wir hatten Pech – während der Führung in Strömen geregnet. Wir blieben standfest, doch mussten wir schmerzlich feststellen: Auch die Porta Nigra hat leider kein Dach, das Schutz bietet!

Am Donnerstag stand eine Führung im Landesmuseum an, die sich je nach Kurs mit der Gründung Triers oder berühmten Ausgrabungsfunden aus römischer Zeit beschäftigte. Wir machten uns – mit Regenschirmen bewaffnet – auf den Weg zum Museum. Die Schirme leisteten beste Dienste! Nach dem Museumsbesuch, dessen Highlight auf jeden Fall ein originaler Goldschatz aus römischer Zeit war, kam – Gott sei Dank – endlich die Sonne heraus.

Das Highlight der Fahrt war die Führung im Amphitheater. Ein als Gladiator auftretender Schauspieler führte uns durch die Arena, die Ränge des Theaters und die Katakomben. Das von den Wänden und der Decke tropfende und sich auf dem Boden sammelnde Regenwasser sowie die in der Dunkelheit aufgestellten Fackeln sorgten für eine unheimliche Stimmung. Diese ließ die Ausführungen des verkleideten Gladiators noch eindrücklicher und realer erscheinen.

Auch am Freitag hatten wir noch Programm: Wir besichtigten den Dom zu Trier sowie das zugehörige Ausgrabungsgelände unterhalb des Dom-Areals, das die älteste erhaltene christliche Kirche des Landes beherbergt. Diese einzigartige Ausgrabung wurde von keinem geringeren als Papst Benedikt persönlich geweiht und eröffnet.

Genauso wie die Führungen und die Besuche der vielen Wahrzeichen Triers gehörten auch Shoppingtouren und das allabendliche Fußballgucken zur diesjährigen Trierfahrt.

Viel zu schnell war die Fahrt auch schon wieder vorbei und wir beluden den Bus wieder mit unserem Gepäck. Kurz vor dem Einsteigen bemerkten die Lehrer: Es fehlte noch das obligatorische Gruppenfoto vor der Port Nigra. Somit ging es für alle noch einmal zurück zum besagten Wahrzeichen um ein Abschlussbild abzulichten.

Nun waren endlich alle zur Abfahrt bereit und nach ca. 5 -stündiger Fahrt erreichten wir wieder den Busbahnhof in Greven.

Abschließend können wir sagen, dass die Fahrt nach Trier trotz des Wetters und des teilweise zähen Stoffes der Führungen ein Erlebnis war, das uns in Erinnerung bleiben wird.

Es wäre doch schön, wenn die Fahrt doch tatsächlich den einen oder anderen zum Nachdenken angeregt hat, ob Latein nicht doch ein lebendiges Fach ist, das es sich weiter zu wählen lohnt.

Artikel von: Philipp Braune und Hannah Boß, Artikel auf der Schulhomepage

Kategorien: Allgemein, Highlights, Schule

Stillnotlovinggermany

„STILL NOT LOVING GERMANY“ – Ein Stück des Literaturkurses der Q2

„STILL NOT LOVING GERMANY“- Ein Stück zur Lage der Nation Aufführung des Literaturkurses der Q2
Greven.

Am Donnerstag, den 30.3.17 präsentiert der Literaturkurs der Q2 sein diesjähriges Stück STILL NOT LOVING GERMANY, das in den vergangenen Monaten unter dem Eindruck der politischen Lage in Deutschland entstand. Ausgehend von der Forschungsfrage „Warum essen Nazis Döner?“ erkundet der Kurs alte und neue Abwege am rechten Rand, die alarmieren und herausfordern. Die Aufführung beginnt um 20.00h in der Aula des Gymnasiums. Eingeladen sind alle Schülerinnen und Schüler, alle Lehrerinnen und Lehrer, so-wie Eltern und Freunde der Schule. Der Eintritt ist frei.

Kategorien: Events, GAG empfiehlt, Highlights, Medien, Schule, Theater, Weltgeschehen

Poetry Slam ’17 – Lauras Beitrag

 

Draußen vor der Tür

Da spricht der Wind zu mir

Er flüstert mir ein Märchen

Vom Wald und von den Lärchen

Einst war einmal ein großes Land

Die Menschen hatten es Forst genannt

Dort lebte der König vom Wald

In prächtiger Hirschengestalt

Die Tiere waren sein Gefolge

Die Vögel seine Herolde

Sie dachten sie hätten dort ewigen Frieden

Doch leider war es nur bei dem Gedanken geblieben

Kaum wirft die Sonne ihr goldenes Licht

Zeigt der Mensch sogleich sein wahres Gesicht

Aus Frieden, Natur und Freiheit

Macht er Gewalt, Kontrolle und Leid

Und wen er nicht kontrollieren kann

Zwingt er durch des Gewehres Bann

Mit jedem Baum den er kaltherzig fällt

Verliert der Forst einen kühnen Held

Die Käfer in der Rinde

Nähren dem Specht und seine Kinder

Die Eule hat noch in keiner Nacht

Eines ihrer Augen zugemacht

Und jeder vom Stamm bis zur Baumkrone

Hat eine Aufgabe und es geht nicht ohne

Mit dem Töten eines Baumes haben wir kein Problem

Doch töten wir immer auch ein Ökosystem

Und blieb es noch nie bei einem

Gar Tausende müssen unter uns leiden

Das großes Land des Hirschen schrumpft

Während manches Gebiet auch völlig versumpft

Die Wüste wächst, der Pol nimmt ab

Für alle ist der Lebensraum knapp

Nur Einer breitet sich gnadenlos aus

Höher und höher, Haus für Haus

Der Mensch nimmt nur, hat noch nie gegeben

Für ihn geht es nur ums blanke Überleben

Mit jeder Minute die für uns keine Bedeutung hat

Geht der Forst verloren, Blatt für Blatt

Der große Hirsch stirbt jeden Tag mehr

Sein Herz und sein Zuhause sind traurig und leer

Und kommt die Zeit, dass der Hirsch beugt sein Geweih

So ist die Ära des Waldes endgültig vorbei

Dann legt er sich nieder in die unfruchtbare Erde

Es legen sich auch nieder alle Tiere und der Rest seiner Herde

Es konnte für dieses Märchen kein Happy End geben

Und auch niemand ist glücklich bis ans Ende vom Leben

Aber es kann nicht sein, dass man sich vor der Wahrheit graut

Jeder wird es sehen, wenn er sich draußen vor die Tür traut

Beitrag von Laura Hülsken (EP)

Kategorien: Events, Medien, Schule

Poetry Slam `17

Die letzten Leute hetzten atemlos die Treppen hoch, um noch pünktlich den Raum zu erreichen und nicht von allen beim Hineingehen angeguckt zu werden. Ich weiß das, denn ich konnte ihre Rücken beim Eintreten beobachten.

Ich ging durch die Tür, wo mir eine unglaubliche Wärmewelle entgegenschlug, die  von ca. 200 EPlern, Q1ern und Q2ern bereits produziert worden war. Der Raum, den ich bisher nur von  lästigen Arbeiten als „Aquarium“ kannte, war nun zu einem wohnzimmerähnlichem Raum umgestaltet worden und kaum wiederzuerkennen. Liebevoll verteilt lagen Teppiche auf dem Boden, Kerzen standen auf den Tischen (leider aus Brandschutzmaßnahmen nur die Elektroversion, welche nicht unbedingt funktionierten) und vorne war ein Podest mit einem Mikrofon aufgebaut.
Insgesamt war die Atmosphäre also ausgelassen und entspannt, selbst Pizza wurde von einigen Schülern während der Vorträge verspeist.

Nach der überzeugenden Perfomance des Gewinnerbeitrags des Vorjahres, die zudem auch den Poetry Slam moderierten,  wurde der Ablauf wie folgt erklärt: Die Reihenfolge der Slammer wird durch das Ziehen der Zettelchen vom Publikum aus einer Mütze bestimmt. Der erste von ihnen war Lars Kecker, welcher mit einer gehörigen Ladung Humor über das Wetter slammte.

Weitere Themen bezogen sich auf Glück, Freunde, Fußball, Märchen, über eine tragische Liebe – selbst   politische und sozialkritische Themen erfuhren eine kreative Verarbeitung z.B. über das übliche, und allseits geliebte Thema Donald Trump. Am Ende gab es drei Erstplatzierte, von denen durch ein Stechen, das aus einem Synonym-Battle bestand, Oliver Vollmer (mit einer humorvollen Geschichte über einen einfachen Typen und der Begegnung mit einem Bodyguard in Form eines Raps) als ultimativer Synonym-Battle-Gewinner hervorging. Er erhielt als Preis „Einmal vordrängeln am MäcGymi“. Der Zweitplazierte, Kevin Kruft, über sich und die Welt erzählend, bekam „Eine Verkürzung der Deutschhausaufgaben, in Absprache mit der Lehrkraft“ und der Letzte von den Dreien, Linus, über ein Spiel der Kreisliga und verkaterten Fußballern slammend,  gewann „Ein Tür und Angel-Gespräch mit einer Lehrkraft“.

Nachdem das Publikum vor Lachen die Tränen kaum zurückhalten konnte, fingen alle damit an, den Raum wieder zu einem Klausurraum umzugestalten, und wurden für den Rest des Abends entlassen.

Kategorien: Schule

Karneval

,,Helau!“ – Karneval 2017

Und auch dieses Jahr hieß es wieder „Helau!“ auf den Straßen der Grevener Innenstadt, wenn der traditionelle Höhepunkt des Grevener Karnevals, der große Karnevalsumzug, seine Runden drehte. Wie in jedem Jahr haben rund 50 Fußgruppen, Musikzüge und Wagen teilgenommen, die Jung und Alt an den Straßenrändern begeisterten. Der Zug bewegte sich dabei  rund drei Stunden lang durch die Innenstadt bis zur Auflösung auf dem Wilhelmsplatz.

Die KG Emspünte als Veranstalter rechneten auch diesmal mit über 30.000 närrischen Zuschauern, die allen Akteuren zujubeln würden. Gespannt durfte man wieder auf die zahlreichen großen und kleinen Umzugswagen sein, die von den Vereinen und Gruppen in mühevoller Kleinarbeit mit viel Phantasie und handwerklichem Geschick gebaut wurden.
Am Karnevalssonntag, den 26. Februar 2017, startete der „Lindwurm der Freude“ um 13.11 Uhr auf der Saerbecker Straße. Von der Saerbecker Straße aus ging es weiter durch die Friedrich-Ebert-Straße, die Martinistraße, dann über die Straße „Hinter der Lake“ und am Rathaus vorbei über die Rathausstraße. Es folgen die Königstraße und die Münsterstraße, von dort ging es in die Frankenstraße, die Johannesstraße, die Kapellenstraße, die Münsterstraße und die Alte Münsterstraße (Fußgängerzone). Nach Überquerung der Rathausstraße führte der Zug über die Marktstraße (Fußgängerzone) und die Kardinal-von-Galen Straße, bevor er sich gegen 17 Uhr auf dem Wilhelmplatz auflöste.
Ganz vorne waren dabei die Reformatorenjubilare mit Pfarrern, Presbytern und dem Bürgermeister in Lutherscher Mönchskutte, passend zum Jubiläum, und als Zugschluss der närrische Martinuspfarrer Lunemann im blau-weißen Jeckengewand. Vermehrt eingesetzte Nebelmaschinen hüllten viele Wagen in feuchten Dampf. Wenn der sich lichtete, zeigten sich etliche Gruppen und Wagen, die auch lokale Themen auf die Schippe genommen hatten. Dass Grevens Karneval auch Flüchtlingen Heimat bietet, wurde nicht nur durch die von Prinz Hubert initiierte Arche deutlich, von der aus Flüchtlinge fröhlich-erstaunt das närrische Treiben verfolgten. „Egal, wo du bist“ lautet ihr Motto. Grevens Neubürger zeigten sich auch entlang der Zugstrecke verkleidet und fröhlich-feiernd.

Die Polizei zeigte während des Umzuges deutliche Präsenz: Nicht nur zum Ende und Anfang des Zuges, sondern auch an den größeren Straßen, die der Zug passierte, hatte Grevens Polizei demonstrativ die Fahrzeuge geparkt.

 

 

Kategorien: Allgemein, Greven, Highlights, Leben