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„Angry Birds“ – Du blödes Schwein!

Basierend auf einer der bekanntesten Apps mit dem Namen „Angry Birds“ (2009), bringt der Programmierer Rovio Entertainment nun seine farbenfrohen Vögel und dicklichen Schweine auf die große Kinoleinwand. Durch die Kooperation mit Sony Pictures Entertainment kann die finnische Firma so von sich behaupten, die allererste App verfilmt zu haben.

Die Handlung ist schnell erzählt:

Als eines Tages ein Schiff mit grünen Schweinen auf der idyllischen Insel der Vögel anlegt, ist es mit der beschaubaren Ruhe der Bodenbewohner schnell vorbei. Unter Ausnutzung der ihnen, durch die Vögel entgegengebrachten naiven Gastfreundschaft, hegen die Schweine einen teuflischen Plan aus: Sie wollen die Eier der Vögel klauen!

Nur Red (gesprochen von Christoph Maria Herbst), Chunk (gesprochen von Axel Stein) und Bombe (gesprochen von Axel Prahl) durchschauen von Anfang an den finsteren Plan. Doch weil sie bereits öfter negativ in der Vogelgemeinschaft aufgefallen sind, schenkt ihren Einwänden gegenüber den Fremden, niemand Beachtung. Aus Verzweiflung und aus Sorge um die Heimat, konsultieren sie so den Helden ihrer Kindheit: Den mächtigen Adler (gesprochen von Smudo). Dieser ist jedoch, besonders zur Reds Enttäuschung, mehr damit beschäftigt, seinen wohlverdienten Ruhestand zu genießen. So bleibt es wohl oder übel an den Dreien ihre bekannte, artenreiche Welt zu retten…

 

Rezension

 

Handlung: 4 Sterne

Kinderfreundlich und familienorientiert präsentiert sich die Handlung als kunterbunte Achterbahnfahrt durch eine farbenfrohe Roviowelt. Nach Vorstellung der ungewöhnlichen Protagonisten nimmt der Film schnell Fahrt auf und steuert durchgängig auf das große Finale zu.

 

Umsetzung: 3 Sterne

Rovio braucht sich mit diesem Film nicht vor etablierten Animationsstudios zu verstecken. Auf ansprechende Art und Weise führt der Film den Zuschauer in die Welt der Leinwandhelden ein. Der 3D-Effekt spielt dabei allerdings kaum eine Rolle; obgleich er an vielen Stellen sicher sinnvoll eingesetzt hätte werden können.

 

Humor: 3 Sterne

Der für Familien konzipierte Film, passt sich dem Humor der jüngeren Generation an. Viele Gags bleiben flach; fügen sich so also gut in das Gesamtbild eines anspruchslosen Spaßfilms ein. Bei genauerer Betrachtung, finden sich jedoch abseits der Handlung einige durchaus gelungene, zum Nachdenken anregende Anspielungen.

 

Kreativität: 4 Sterne

Dem Film gelingt das Kunststück, bei Kennern des Spiels, für einen gewissen Wiedererkennungswert (besonders bei der Ausarbeitung der handelnden Charaktere und ihren Eigenschaften) zu sorgen, ohne sich dabei jedoch einengen zu lassen. Das Setting beschränkt sich zwar fast ausschließlich auf die idyllische Vogelheimatinsel im Ozean, weiß aber durch gelungene Bilder und liebevolle Ideen aufzutrumpfen. Die (Anti-)Helden präsentieren sich als bunte Mischung aus Ideenreichtum und dem Mut zu Neuem; ein freudiges Spektakel.

 

Fazit: 3,5 Sterne

Als leichtes Unterhaltungskino bietet sich der Film gerade für Familien an. In Gestalt einer bunten Bonbontüte voller schräger, kreativer Ideen, verleitet der Film den Zuschauer dazu, sich zurückzulehnen und in die gleichnamige Tüte zu greifen. Ob das allerdings den Preis einer Kinokarte mit 3D-Aufschlag rechtfertigt sei dahingestellt – der Film wird wohl genauso sicher auf dem heimischen Fernseher funktionieren.

 

„Angry Birds – Der Film“ seit 12.Mai im Kino

 

 

Kategorien: Schule

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