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Siebzehntes Türchen: Der Weihnachtsmarkt

 

Das erste was einem auffällt, wenn man auf einem Weihnachtsmarkt steht ist der Geruch: Zimt, Glühwein und Tannennadeln. Überall kann man Menschen lachen, quatschen und bummeln  sehen, klar dass deshalb ein großes Gedränge herrscht. Egal wo man hinblickt überall leuchtet es und man kann hier und da einen Straßenmusikanten sehen. Das Wichtigste am Weihnachtsmarkt ist natürlich der Markt an sich mit den vielen kleinen Buden und Häuschen, die alle was anderes verkaufen, ob es nun Süßwaren, Kerzen oder Holzspielzeuge sind, ob es für erwachsene ist oder für Kinder, irgendwas findet sich immer. Vor allem in Münster wo es allein in der Innenstadt  5 Märkte gibt. Was einem so auffällt wenn man über alle märkte wandert, sind die Menschengruppen die lachend Glühwein trinken und einfach gut drauf sind und sich schon auf Weihnachten freuen.  Kinder wuseln durch die Menschenmassen und Hunde streichen um deine Füße. Überall ist es laut und man muss aufpassen die Mitmenschen nicht zu verlieren.

 

 

 

 

Kategorien: Adventskalender 2015

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Neuntes Türchen: Vanillekipferle Rezept

Vanillekipferl

Für etwa 50 Stück
Für den Teig:
200g Mehl
50g Puderzucker
150g kalte butter
70g geriebene Mandeln
Zum Bestreuen:
125g Puderzucker
5 Päckchen Vanillezucker
Für das Backblech:
Backpapier

1 Das Mehl auf die Arbeitsfläche sieben. In die Mitte eine Vertiefung drücken und den Zucker hineingeben.
2 Die butter in kleine Würfel schneiden, butter zusammen mit den Mandeln zum Mehl geben. Alles rasch zu einem glatten Teig kneten (falls sie ein Handrührgerät benutzen wollen, schritt 1 und 2 in einer Plastikschale ausführen)
3 Das Backblech mit dem Backpapier auslegen. Den Backofen auf 160° vorheizen. Aus dem Teig kleine Kipferl formen und auf das Backblech legen. Im Backofen (Mitte, Umluft, 140°) 15.20 Minuten backen.
4 Die noch warmen Kipferl in der Puderzucker- Vanillezuckermischung wälzen und dann auskühlen lassen.

Bild: http://ichkoche.at/

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Sechstes Türchen: Eine Nikolaus Geschichte

Er war ein Junge , wie jeder andere auch. Er hatte eine Familie und er hatte Freunde, doch vor nicht al zulangen Zeit verstarben seine Eltern an Krebs und er wurde in ein Waisenhaus gebracht. Nun ganz alleine lebte er lange vor sich hin. In der Grundschule war er immer der Junge-ohne-Eltern und er hasste es allein zu sein. Er zog sich zurück und lebte die vier Jahre mit möglichst wenig Aufsehen. Doch dann kam er in eine neue Schule, in eine Klasse, wo ihn niemand kannte. Da änderte er sich. Er wurde der Macho der Klasse und alle schauten zu ihm auf. Die Mädchen warfen sich ihm praktisch an den Hals und er war glücklich so. Doch am Nikolaustag – sein Namenstag – hatten alle weiterführenden Schulen einen gemeinsamen Gottesdienst. Und leider erkannten ihn manche aus der alten Schule. „EY. NIKOLAUS? WO HAST DU DEINEN SACK VOLL NÜSSEN?“, schrien ihm manche zu. Er wurde ganz rot im Gesicht und wollte bloß weg, doch dies ging nicht. Die Lehrer bewachten die Ausgänge, damit sich die Kinder nicht heimlich in die Stadt schlichen. Er setzte sich neben ein paar Jungs aus seiner Klasse, doch diese sahen ihn bereits komisch an. Zu seinem Glück begann in diesem Augenblick der Gottesdienst und so musste er nicht die Fragen seiner Mitschüler beantworten. Den Kindern wurde die Geschichte vom Nikolaus erzählt und der Priester predigte ihnen, dass sie auch so enden könnten, wie der Nikolaus und dass auch hier in ihrer kleinen Stadt Bettler und Arme gab. Der Junge dachte darüber nach: Er selbst war nicht besonders wohlhabend, doch besonders nett zu anderen Menschen vor allem Bettlern war er auch nie. Was das wohl bedeuten würde. Nach dem Gottesdienst zogen die andern wieder über ihn und seinen Namen her, doch er hörte es prinzipiell gar nicht. Er dachte nach. An dem Abend lief er allein durch die leeren Straßen der Stadt und begegnete einem Bettler. Ohne nachzudenken ging er einfach an ihm vorbei. Hörte dass klappern der Zähne nicht. Und auch den flehenden Blick ignorierte er. Er lief stumpf an ihm vorbei. Nach zirka einer Stunde kam ein reicher Schnösel an ihm vorbei. Er fuhr einen roten Sportwagen und überfuhr den Jungen fast. „Wenn dieses Auto mich jetzt umgefahren hätte, kämen wahrscheinlich keine Engel um mich abzuholen.“, murmelte er leise. Schnell lief er in die nächste Bäckerei und holte einen Kakao und ein Brötchen. Danach ging er zu dem Bettler und bot ihm dieses an. Mit großen Augen schaute dieser zu dem Jungen auf. „Nun nimm schon. Es ist für dich!“, meinte der Junge lächelnd. Der Bettler lächelte und begann damit das Brötchen zu verschlingen. Der Junge zog seine Jacke aus und gab auch diese dem Bettler. „Das kann ich nicht annehmen.“, murmelte dieser. Der Junge nickte nur und ging dann wieder. Ohne Jacke. Dafür aber mit gutem Gewissen.

Seit diesem Tag war er gutmütig und half jedem Menschen, der seiner Meinung nach Hilfe gebrauchen könnte. Mit 20 Jahren wurde er von seinen Arbeitskollegen nicht mehr wegen seines Namens Nikolaus genannt, sondern wegen seiner guten Taten und seiner aufopfernden Art allen zu helfen.

Kategorien: Adventskalender 2015

„Kirchgänger“

Warum sind die Adventsgottesdienste nicht halb so gut besucht wie an Heiligabend?

 

Jeder geht an Heiligabend in die Kirche. „Warum auch nicht? Es gibt ein Krippenspiel und abgesehen davon ist es doch Tradition!“, meinen viele. Die Kinder freuen sich darüber, dass eigentlich der gesamte Gottesdienst aus dem Krippenspiel besteht und sie sich nicht eine halbe Stunde das Gerede eines Predigers anhören müssen. Die „Jugendlichen“, die zumindest in der evangelischen Kirche eine „gesonderte Vorstellung“ bekommen, also ein nicht ganz traditionelles Krippenspiel, das auf die momentane Situation anspielt. Was für die Eltern noch ein ausschlagtriftiger Grund sein könnte wäre die Tatsache, dass sie alle Lieder kennen, da an Heiligabend oder den darauffolgenden Weihnachtstagen nur altbekannte Weihnachtslieder gesungen werden.

Jeder kennt den Stress rund um Weihnachten oder?  Also wird die Zeit an den Wochenenden lieber dafür genutzt Plätzchen zu backen oder Geschenke einzupacken, wenn man diese dann nicht erst noch kaufen muss. Die Jugendlichen sind wahrscheinlich auch der Meinung, dass man an den Sonntagen ausschlafen kann und so nun die „frühen“ Gottesdienste verpasst, oder nicht gemütlich frühstücken kann.

Doch was ist mit der Tatsache, dass man sich an den Adventssonntagen sehr gut auf Weihnachten einstimmen kann? Warum sollte man sich nur auf den Heiligabend beschränken, wenn  Weihnachten so wichtig ist, dass Jesus und Gott es verdient hätten, dass man vor allem in der Vorweihnachtszeit öfter in die Kirche geht? Abgesehen davon dass man durch die Kirchgänge eine Dazugehörigkeit demonstrieren kann und vielleicht auch sollte? Was ist mit der Tatsache, dass die beiden Krippenspielgottestdienste so voll sind, dass sich die Kinder vorne auf Decken quetschen und hinten die Eltern und Großeltern stehen müssen? Die Kirche ist morgens am ersten Weihnachtstag wieder halb leer und auch der Mitternachtsgottesdienst ist nicht gerade überlaufen, von den Adventsgottesdiensten mal ganz abgesehen!

Wenn man mich fragen würde, würde ich die Personen die nur an Heiligabend in die Kirche gehen nicht als recht Gläubige ansehen, sondern als Menschen, die nur der Tradition und der Zeitüberbrückung in die Kirche gehen, oder vielleicht auch um die vorhergegangenen 12 Monaten nicht in die Kirche gehen wieder gut machen wollen. Ich kann alle verstehen, die sagen ich finde keine Zeit in die Kirche zu gehen und ich verstehe auch die Menschen die sich anstatt eine Stunde auf unbequemen Stühlen in einer kalten Kirche zu sitzen, in einem warmen, weichen Bett  liegen, doch ich finde, dass man sich die Zeit zu Weihnachten nehmen sollte und sich dann doch mal an einem Sonntag um 11 Uhr dazu bewegen kann in die Kirche zu gehen.

Kategorien: Adventskalender 2015

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Du bist kein Held! Es gibt nämlich keine.

        Prolog

Sie war 14 nicht viel jünger als manche von euch. Sie ging auch auf ein Gymnasium. Sie war eine gute Schülerin. Immer artig. Versuchte möglichst wenig Aufsehen zu erregen. Doch allein durch ihren Kleidungsstil fiel sie auf. Sie trug meist lange, schwere, schwarze Plüschkleider. Ihre langen schwarzen Haare waren meist ungekämmt und gingen ihr bis zur Hüfte. Sie war knappe ein Meter siebzig groß und trug immer hohe schwarze Schuhe. Sie hieß Louease Berass. Leider war ihre Mutter bei ihrer Geburt gestorben und ihren Vater hatte nie einer gekannt. Sie wuchs in einem Waisenhaus in einer Großstadt in Deutschland auf. Sie lebte immer sehr zurückgezogen. Im Kindergarten hatte sie nie mit anderen Kindern gespielt. In der Grundschule hatte sie immer alleine auf dem Schulhof gestanden. Im Waisenhaus war sie immer in ihrem Zimmer geblieben und dort hatte man sie meist nicht mal zu den Essenspausen heraus locken können. Und nun auf der weiterführenden Schule saß sie in den Pausen immer alleine auf einer Heizung möglichst weit weg von den anderen Schülern und las. Immer wenn einer vorbei kam und sie ansprach, rief man sie immer nur Leas (Lies ausgesprochen). Oft hänselte man sie, lief extra an ihr vorbei um ihr an dem viel zu bauschigem Rock zu ziehen, oder um sie anzufauchen, wie bescheuert sie doch aussehen würde. Sie hatte gelernt diese Personen einfach zu ignorieren, und schaffte dies sogar immer. Naja, fast immer. Es gab ein Mädchen, das alles hatte, was Louease nicht hatte. Sie hatte Ansehen bei ihren Mitschülern, eine Familie, Freunde, einen festen Freund, neue Anziehsachen. Louease musste immer die abgetragen Sachen fremder Leute anziehen, die sie dann meistens selber umnähte. Aber vor allem wurde sie akzeptiert. Sie hätte auch plötzlich mit einem totalen Freak ankommen können, und hätte sagen können: „Da, das ist Keine-Ahnung-Wer und er ist nett, also behandelt ihn auch so.“ und alle, wirklich alle hätten den Typen akzeptiert und hätte er wer weiß was getan, dann wäre dieses Mädchen immer noch Klassensprecherin und die beste Person, die jemals gelebt hat. Dieses andere Mädchen hieß Viktoria Lorna Shin’ainaru und war ein hochgewachsenes, 15-Jahre-altes, braunhaariges Mädchen, was sich in den Kopf gesetzt hat Louease Berass zu hassen, und das Mariannengraben-tief. Zu ihre Clique zählten sich ihre Schwester Lotta Josephine, ihre beste Freundin Jasmin Lavendel, Lottas Bruder Robin Kilian, deren fester Freund Mattias Lukas Blue, Robins bester Freund Charlie Bill Carter und die beiden besten Freunde von Viktoria: Melissa Enjeru und Lucian Taigá, die zusammen waren, und noch der feste Freund von Viktoria Josh Ted Darling, sowie sein kleiner Bruder Johannes Ted Darling. Diese Clique war Louease Verhängnis.

Kapitel 1: Von Ärger und Kitschromanen

Ich saß mal wieder auf meiner Heizung und las diesmal ein Buch von der neuen Schriftstellerin Elsa Frost. Das Buch war spannend und ich konnte mit ihrem Hauptcharakter richtig mitfühlen. Momentan standen dieser und seine Geliebte auf einer Klippe und er versuchte sie davon abzuhalten zu springen. Ich fieberte so mit, dass ich die Clique von Viktoria erst bemerkte, als Viktoria mir das Buch aus der Hand riss. „Was liest unsere Leas denn da? Huch, so etwas kitschiges…

Wir standen dort. Auf einer Klippe. Mitten im nichts. Sie dort. Ich hier. Was sollte ich bloß tun? Was konnte ich tun um ihr zu helfen? Sollte ich ihr sagen, was ich für sie empfinde? Was machte sie denn dort überhaupt? Sie wollte doch nicht etwa springen, oder? Doch sie wollte. Ich rannte auf sie zu. Das durfte sie nicht tun! Es musste eine Lösung für ihr Problem geben, auf dem nicht der Tod sein Zeichen hinterlassen hatte. Ich rief nach ihr, doch der Wind verschluckte meine Worte. Ich hatte sie fast erreicht, als sie sich zu mir umdrehte. Tränen liefen ihr über das kalkweiße Gesicht. „Es tut mir leid!“, formten ihre Lippen, bevor sie sich nach hinten fallen ließ. Ich schrie. Hatte sie das wirklich getan? Hatte sie mich hier allein gelassen? Auf dieser gottverdammten Welt? Ich sah die Klippe herunter und …

Das man so was lesen kann!“, sagte sie, während sie die vorgelesene Szene nachgespielt hatte. Jetzt lachte sie. Sie lachte mich und meinen geliebten Charakter in einem von mir geliebten Buch aus. „Gib es mir wieder…“, murmelte ich leise. Viktoria sah zu mir. „Hast du was gesagt?“, fragte sie gehässig. Ich hätte sie am liebsten erwürgt wie sie da stand, ihr Kinn nach oben gereckt, ihre Brust nach vorne zeigend, im Hohlkreuz, mein Buch in der Hand und überheblich grinsend, nach Zustimmung ihrer Clique heischend, die sie auch bekam, sogar von Johannes, einem braunhaarigem Nerd, der genauso wie ich gerne las, zwar nicht solche Kitschromane, doch es ging ums Prinzip, und das hatte gereicht, dass mein Herz nun jedes Mal höher schlug wenn ich ihn auch nur aus dem Augenwinkel sah. „Uii, was sehe ich denn da? Ist unsere kleine Leas etwa in unseren Johannes verliebt? Soll ich dir vielleicht helfen? Dir sagen, was du am besten tust um ihm zu schmeicheln? Wie wäre es denn mit einem vernünftigem Kleid? Oder etwas wie eine Stimme, denn mit einem stummen Püppchen wie dich will er ganz bestimmt nicht re-“ „ES REICHT!“, rief Johannes nun und riss Viktoria das Buch aus der Hand.

Fortsetzung folgt…

 

Bild von: Jasmin Kreilmann

Kategorien: Medien