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24. Türchen – Der Mann mit der Mütze.

Er schreckte hoch. Ein Knarren der Dielen im Esszimmer hatte ihn aus dem Schlaf hochschrecken lassen. Verwundert rieb er sich die verschlafenen Augen. Er horchte. Nichts. Bildete er sich jetzt schon Geräusche ein? Nein. Da war es wieder. Ein Zuklappen einer Schranktür versicherte ihm, das er nicht anfing wunderlich zu werden. Also stieg er aus dem Bett, zog sich seine gefilzten Pantoffeln an und blieb erst mal kurz stehen. Das schnelle Aufstehen vertrug er in seinem Alter nicht mehr so gut. Schrecklich, wie die Zeit so verging und mit ihr, seine Vitalität und seine Bewegungsfreude. Während er also so stand und das Blut langsam in seine Beine zurück floss und sein Kopf sich an die aufrechte Position gewöhnte, hörte er wieder diese Geräusche. Jetzt musste die Person im Wohnzimmer angekommen sein, denn das teure Service seiner Großmutter, welches auf dem kleinen, braunen Beistelltisch neben dem Ledersofa stand, klimperte bedrohlich. „Meine Güte. Wie ein Elefant im Porzellanladen.“, dachte er. Er mochte diese Redewendung. Manch einer mochte sagen, dass sie alt und nicht mehr umgangssprachlich war, aber er war auch alt und er ging nun mal nicht gerne mit der Zeit. Und ein Elefant in einem Porzellanladen? Wie komisch das aussehen musste. Er schmunzelte bei dem Gedanken. Er öffnete seine schwere Schlafzimmertür und stieg die ersten Stufen der zerbrechlich wirkenden Treppe hinunter. Bei jedem Schritt hielt er sich am Geländer fest und versicherte sich, dass auch die nächste Stufe ihn noch halten würde. Er blickte an sich hinunter. Sein langer Bart hing zerzaust über seinem doch beachtlichen Bauchansatz. Hatte er wieder zugenommen? Das konnte gar nicht sein. Eigentlich hatte er sich die letzten Wochen bemüht, gesünder zu leben, Sport zutreiben und seine Tiere mal zu Fuß zum „Ausreiten“ zu bringen. Schließlich wollte er im Rahmen seiner Möglichkeiten fit bleiben. Es stand schließlich etwas Großartiges an. Aber es hatte wohl alles nichts gebracht. Beim Fühlen über seinen Bauch fühlte er, dass tatsächlich doch etwas mehr dazu gekommen sein musste. Er hörte seinen schweren Atem. Gesund klang das nicht. „Du bist halt alt.“, murmelte er und stieg weiter die Stufen hinab. Wie ein Elefant eben eine Treppe hinuntersteigen würde. Ha, noch etwas, dass ihn mit dem Sprichwort verband. Er musste von Außen tatsächlich, wie ein dicker, schwerfälliger Elefant aussehen. Ein dicker, schwerfälliger Elefant der schon sehr alt war. Aber er hatte immer noch ein weiches, junges Herz. Darauf bestand er, schließlich hätte er sonst schon längst seinen Beruf an den Haken hängen müssen. Und das würde er wohl niemals schaffen: Er liebte seinen Job.

Er war unten angekommen und sah in das Wohnzimmer hinein. „Ach, Du bist es.“, sagte er mit tiefer, leicht unverständlicher Stimme. Er war immer noch nicht ganz wach. Seine Körperfertigkeiten mussten sich erst mal auf den neuen Tag einstellen. „Hm?“, mampfte da sein Gast. „Ach, Du bist es.“, sagte er noch einmal. Jetzt mit tiefer, aber recht verständlicher Aussprache. „Ja Morgen! Ich hatte Hunger.“, brachte da sein Gast heraus, „Schicker Pyjama, Chef.“ „Was ist denn mit meinem Schlafanzug?“, fragte er zurück. Es war immer hin sein Lieblingsschlafanzug. Mit gestickten Rentieren und Sternchen drauf und das Wichtigste: Er war aus Frottee. Nirgendwo bekam man heute noch Frotteeschlafanzüge her. Die Industrie ging da wohl mit der Zeit. Alle Menschen wollten jetzt möglichst schicke, möglichst dünne Schlafanzüge haben. Mit Spitze und mit sehr wenig Stoff oder als fein geschnittenes Nachthemd; das waren die neusten Trends. Das hatte er zumindest gehört. Er hatte auch gehört, dass das wiederum die Deckenindustrie freute. Da die Leute nun nachts ständig frieren würden, würden sie jetzt immer dickere und größere Decken kaufen. Er selbst fror nie. In einem Frotteeschlafanzug konnte man auch nicht frieren, dass war nicht so vorgesehen vom Universum. „Tja, er ist halt schick. Betont den Bauch.“, schmunzelte der Gast. Fast erschrocken hielt er sich seine großen Hände vor seinen Bauch, als wollte er ihn so verbergen. Aber keine Hände konnten groß genug sein, damit sie das Dilemma überdecken konnten. Also ließ er sie wieder sinken. „Mmh.“, grummelte er und ließ sich etwas schwerfällig in seinem Lesesessel fallen. Das fühlte sich gut an. Diesen Sessel hatte er – in stundenlanger Arbeit – mit viel Liebe und Hingabe eingesessen. Er drückte sich etwas tiefer in den Stoff und legte die Beine hoch. Sein Gast begutachtete ihn. „Du bist etwas eingerostet.“, stellte dieser nun schonungslos fest, „Du bewegst dich wie ein alter Mann. Wie ein alter Mann mit Mütze.“ „Anstatt mich schon am frühen Morgen zu nerven, könntest du mir auch einen Kaffee holen, Rudolf.“, durch seine dicken Brillengläser sah er von seinem Sessel aus zu Rudolf auf der Couch. „Natürlich, Claus. Gerne.“, Rudolf stand auf und stakste in die Küche. Dabei kam er mit seinem Hinterteil schon wieder an das gute Service der Großmutter und es klirrte protestierend. „Pass mir bloß auf das Service auf!“, rief es da vom Sessel. Aber so ganz ernst konnte Claus es nicht meinen. Immerhin war Rudolf ein Rentier und also solches, schon rein Anatomisches nicht für den Haushalt konzipiert. Und dafür machte er seinen Job eigentlich ziemlich gut. Also lehnte sich Claus zurück und atmete tief durch. Der Duft des frisch gebrühten Kaffees erreichte sein Nase und er atmete noch etwas tiefer durch. Wunderbar! Das war ein guter Morgen, so einer, wie er ihn beschreiben würde, wenn ihn mal jemand danach fragen würde. Wer ihn genau mal danach fragen würde, wusste er nicht. Vielleicht mal ein Journalist. Diese Sorte Mensch stellte die seltsamsten Fragen, wenn es darum ging, Seiten mit Tinte zu bedrucken. Oder wenn sie anfingen, Dokumentationen für das Fernsehen zu machen. Ach, was es nicht alles für Dokumentationen gab. Er war immer wieder erstaunt. Als er letztens nach langer Zeit mal wieder das Gerät eingeschaltet hatte, lief da eine Dokumentation über Borkenkäfer. Faszinierende Tiere. Aber so eine Dokumentation über „Gute Morgen“, hätte auch was, fand er.

Rudolf kam mit dem Kaffee zurück und überreichte ihm die dampfende Tasse. Claus nahm sie etwas zittrig entgegen, aber er hielt sie fest. Die Wärme drang in seine Finger und ein einziger Schluck, weckte seine Lebensgeister. Was ein guter Morgen. Er zog sich seine Nachtmütze vom Kopf und legte sie sorgsam über seine Sesselarmlehne. Ohne seine Nachtmütze ging er schon lange nicht mehr zu Bett. Er träumte einfach viel besser, wenn er sie auf hatte. „Ist nicht mehr so viel zeit.“, stellte Rudolf fest, als er sich wieder zurück auf das Sofa setze. In der einen Hufe hielt er einen Keks. Er aß ihn im Ganzen. „Mmh.“, murmelte Claus, „Dieses Jahr ging aber auch wieder viel zu schnell vorbei.“ „So wie jedes Jahr.“, meinte Rudolf und nahm sich noch zwei Kekse aus der Porzellandose, „Aber wir liegen voll im Zeitplan. Dieses Jahr wird ein gutes Jahr.“ Claus nickte stumm. Ja, dieses Jahr hatte wirklich alles gut geklappt. Alle Pakete waren rechtzeitig angekommen, keines der Rentiere war krank geworden und auch der Schlitten wurde bei einer Generalüberholung neu gestrichen und erstrahlte jetzt wieder in einem kräftigen Grün. Er hatte sogar dieses Jahr die Scheinwerferlampen austauschen können. Letztes Jahr wären sie doch beinahe mit einem Hubschrauber zusammengestoßen. Er hatte jetzt zur Sicherheit die teureren und dafür helleren Lampen eingebaut. Sicherheit ging schließlich vor.

Er nahm noch einen Schluck. Der heiße Kaffee tat gut. „Heute müssen wir alles aufladen.“, sagte er, „Bist du fit? Wie sieht es mit den anderen aus?“ „Wir sind bereit! Mal schauen, ob wir dieses Jahr wieder alles auf die Gepäckablage bekommen.“, sagte Rudolf, „Die anderen müssten inzwischen fertig sein, wir können sicher schon sofort loslegen.“

„Das klingt gut. Dann werde ich mir mal eine Jacke überwerfen und zum Stall mitkommen.“, Claus stemmte seine Arme gegen die Armlehne und hob sich aus dem Sessel. Nach dem Kaffee ging das doch alles schon viel geschmeidiger. Rudolf folgte ihn, wobei er sich beim Rausgehen noch einen weiteren Keks schnappte. Claus betrat den Flur und holte seine gesteppte Winterjacke vom Haken. Heute würde er im Schlafanzug bleiben. Heute war so einer dieser Tage. Er holte seine großen Winterstiefel hinter dem Schrank hervor. „Wir haben viel zu tun.“, rief Rudolf, als er freudig aus der Tür sprang. „Also alles wie jedes Jahr.“, sagte Claus. Er nahm die schweren gestrickten Handschuhe aus der Jackeninnentasche und zog sich seine rote Mütze auf. Er atmete noch einmal tief durch bevor er hinaus trat. Die Schlüssel hatte er mitgenommen. Er zog die Tür zu. Es knallte leicht, Schnee fiel vom Vordach hinunter. In seinen großen Stiefeln stapfte er schwerfällig durch den hohen Schnee. Er merkte wie sich sein Herzschlag unter der Anstrengung beschleunigte. Er war wirklich nichts mehr gewohnt. „Wie ein so richtig alter Mann.“, dachte er, „Aber immerhin, wie ein richtig alter Mann mit Mütze.“ Dieses Jahr würde ein gutes Weihnachten werden. Da war er sich sicher.

Fröhliche Weihnachten.

Kategorien: Schule

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Das Monster der Wallstreet. #Kino

Money Monster seit dem 26. Mai im Kino

Regie: Jodie Foster

 

Lee Gates (George Clooney) ist auf den ersten Blick ein geschaffener Börsianer. Aalglatt, ein gestelltes Lächeln und die Millionen durch Börsenhandel auf dem Konto. Er ist ein Aushängeschild; gar ein Repräsentant von Aufstieg, Ruhm und Erfolg. Gleichzeitig ist er aber auch noch Moderator der eigenen Fernsehsendung „Money Monster“, die unter der Mitarbeit der Produzentin Patty Fenn (Julia Roberts) zu einem landesweiten Hit aufgestiegen ist. Unter viel „Bling, Bling“, lustiger Show und dem stetigen weißen Zahnarztwerbelächeln berät er seine Zuschauer über die Börse und die, seiner Ansicht nach, günstigste Anlagemöglichkeit. Wer will nicht, schnell und einfach reich werden?

Als nun allerdings Kyle Budwell (Jack O´Connell) aufgrund eines fehlerhaften Ratschlags Gates, sein gesamtes Familienvermögen verliert, brennen bei ihm die Sicherungen durch. Mit Pistole und Sprengstoffweste bewaffnet stürmt er eine Livesendung von „Money Monster“, nimmt Gate als Geisel und verlangt Antworten. „Wo ist sein – angeblich so sicher – angelegtes Geld? Wer ist für den Verlust verantwortlich?“ Noch wichtiger ist ihm jedoch zusätzlich, den Zuschauern vor den Bildschirmen, die Augen vor der aus Bilanzen, Kurven, Algorithmen, Zahlen und Macht bestehenden Scheinwelt zu öffnen. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

 

Kritik

Der Film ist schlicht, einfach und hat keine besonders herausstechende Charaktere. Und doch gehört er schon jetzt zu den besten Filme die ich je gesehen habe – wie macht er das?

Ganz einfach: Der Film mag eher schlicht sein – keine großen Schauplätze, keine Explosionen, keine großartigen Effekte – aber er weiß es zu nutzen und einzusetzen. Es ist das Nahbare, was Spannung erzeugt, das was fesselt. Das Zusammenspiel zu beobachten, zwischen Regie und Moderator, das Aufeinanderprallen von den unterschiedlichen Charakteren, das Ausspielen untereinander und das Aufbröseln von Glaube und dem anfänglichen „Weltbild“. Das macht diesen Film aus.

Bei all der Spannung und der Dramatik vergisst der Film aber auch nie, einen durch wohldosierte, feinfühlige Gags aufzulockern. Er versteht es den Zuschauer  immer wieder zu überraschen (Beispielsweise als Kyles Freundin, über einen Bildschirm im Studio mit dem Geschehenen verbunden, eine völlig unerwartete Reaktion zeigt, als sie das Wort an ihren Freund richtet.) um so die Aufmerksamkeit für das was passiert hoch zu halten.

Die Handlung selbst ist wahrscheinlich vorhersehbar. Sie flacht in der Hälfte des Films leider etwas ab, fängt sich aber wieder und zieht gegen Ende noch einmal gebührend an.

Alles in allem überzeugt dieser Film durch seine interessante, schlichte Herangehensweise, seine stetige Spannung, seine perfekt eingefügte Komik und der nötigen Dramatik. Er verliert sich nicht in seiner Story, ist nachvollziehbar, und lässt die handelnden Charaktere für sich selber sprechen. Also auch, wenn wir diese Charaktere (u.a. den Schnösel und den Auflehner gegen das System) bereits mehrere Male in anderen Filmen gesehen haben, schaffen es die Schauspieler/innen sich gekonnt in Szene zu setzen und ihren Figuren ein eigenes Gesicht zu geben.

 

 

Handlung                               4

Spannung                               4

Humor                                    5

Umsetzung                             5

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Fazit: 4,5 Sterne

 

 

Beitragsbild: http://lovelyhdwallpaper.com/wp-content/uploads/2016/02/Money-Monster-Movie-2016-Wallpaper.jpg

Kategorien: Schule

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„Angry Birds“ – Du blödes Schwein!

Basierend auf einer der bekanntesten Apps mit dem Namen „Angry Birds“ (2009), bringt der Programmierer Rovio Entertainment nun seine farbenfrohen Vögel und dicklichen Schweine auf die große Kinoleinwand. Durch die Kooperation mit Sony Pictures Entertainment kann die finnische Firma so von sich behaupten, die allererste App verfilmt zu haben.

Die Handlung ist schnell erzählt:

Als eines Tages ein Schiff mit grünen Schweinen auf der idyllischen Insel der Vögel anlegt, ist es mit der beschaubaren Ruhe der Bodenbewohner schnell vorbei. Unter Ausnutzung der ihnen, durch die Vögel entgegengebrachten naiven Gastfreundschaft, hegen die Schweine einen teuflischen Plan aus: Sie wollen die Eier der Vögel klauen!

Nur Red (gesprochen von Christoph Maria Herbst), Chunk (gesprochen von Axel Stein) und Bombe (gesprochen von Axel Prahl) durchschauen von Anfang an den finsteren Plan. Doch weil sie bereits öfter negativ in der Vogelgemeinschaft aufgefallen sind, schenkt ihren Einwänden gegenüber den Fremden, niemand Beachtung. Aus Verzweiflung und aus Sorge um die Heimat, konsultieren sie so den Helden ihrer Kindheit: Den mächtigen Adler (gesprochen von Smudo). Dieser ist jedoch, besonders zur Reds Enttäuschung, mehr damit beschäftigt, seinen wohlverdienten Ruhestand zu genießen. So bleibt es wohl oder übel an den Dreien ihre bekannte, artenreiche Welt zu retten…

 

Rezension

 

Handlung: 4 Sterne

Kinderfreundlich und familienorientiert präsentiert sich die Handlung als kunterbunte Achterbahnfahrt durch eine farbenfrohe Roviowelt. Nach Vorstellung der ungewöhnlichen Protagonisten nimmt der Film schnell Fahrt auf und steuert durchgängig auf das große Finale zu.

 

Umsetzung: 3 Sterne

Rovio braucht sich mit diesem Film nicht vor etablierten Animationsstudios zu verstecken. Auf ansprechende Art und Weise führt der Film den Zuschauer in die Welt der Leinwandhelden ein. Der 3D-Effekt spielt dabei allerdings kaum eine Rolle; obgleich er an vielen Stellen sicher sinnvoll eingesetzt hätte werden können.

 

Humor: 3 Sterne

Der für Familien konzipierte Film, passt sich dem Humor der jüngeren Generation an. Viele Gags bleiben flach; fügen sich so also gut in das Gesamtbild eines anspruchslosen Spaßfilms ein. Bei genauerer Betrachtung, finden sich jedoch abseits der Handlung einige durchaus gelungene, zum Nachdenken anregende Anspielungen.

 

Kreativität: 4 Sterne

Dem Film gelingt das Kunststück, bei Kennern des Spiels, für einen gewissen Wiedererkennungswert (besonders bei der Ausarbeitung der handelnden Charaktere und ihren Eigenschaften) zu sorgen, ohne sich dabei jedoch einengen zu lassen. Das Setting beschränkt sich zwar fast ausschließlich auf die idyllische Vogelheimatinsel im Ozean, weiß aber durch gelungene Bilder und liebevolle Ideen aufzutrumpfen. Die (Anti-)Helden präsentieren sich als bunte Mischung aus Ideenreichtum und dem Mut zu Neuem; ein freudiges Spektakel.

 

Fazit: 3,5 Sterne

Als leichtes Unterhaltungskino bietet sich der Film gerade für Familien an. In Gestalt einer bunten Bonbontüte voller schräger, kreativer Ideen, verleitet der Film den Zuschauer dazu, sich zurückzulehnen und in die gleichnamige Tüte zu greifen. Ob das allerdings den Preis einer Kinokarte mit 3D-Aufschlag rechtfertigt sei dahingestellt – der Film wird wohl genauso sicher auf dem heimischen Fernseher funktionieren.

 

„Angry Birds – Der Film“ seit 12.Mai im Kino

 

 

Kategorien: Schule

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Vierundzwanzigstes Türchen: Ein Weihnachtsgruß von Jon Snow

Das 24. Türchen. Schon wieder ist es soweit. Schon wieder ist ein Jahr vorbei.

Ich erinnere mich noch, als wäre es gestern gewesen und ich hatte auch damals eine Geschichte für den GAG-Adventskalender geschrieben. Vor einem Jahr war ich noch Chefredakteurin und hatte Leute unter mir, die ich herumkommandieren konnte. Jetzt, nach dem Abitur, bin ich leider nicht mal von mir selbst der Chef und es gibt ganz viele andere Leute die mich herumkommandieren. Alles hat sich verändert. Umso erfreuter war ich, als ich gefragt wurde, ob ich nicht auch dieses Jahr wieder was für das 24. Türchen schreiben möchte. (Ob das eine gute Idee der jetzigen Chefredaktion war, kann ich nicht beurteilen, muss ich nack… müsst ihr schon selber machen.) Konstanten sind gut. Und Konstanz gibt es in einer sich stetig verändernden Welt sowieso nur noch sporadisch – umso schöner, dass man sich auf die GAG-Schülerzeitung verlassen kann! Aber darauf wollte ich eigentlich gar nicht hinaus. Sondern: Aber ich kenne was, das seit einigen Jahren so eine Konstanz aufweist, dass man sich die Veränderung eigentlich sehnlichst herbeisehnen würde – es gibt verda**t nochmal keine weißen Weihnachten mehr. Und das finde ich total doof! Und weil ich das Gefühl habe, dass ich nicht die einzige Person bin die so denkt, wollte ich Euch mit diesem kleinen Text etwas Weihnachtsstimmung an das „Heilig-Abend-Grillen-auf-dem-Balkon“ bringen. Wenn Ihr also genüsslich euren Frucht-Cocktail schlürft und statt Weihnachtslieder, die neusten Ballermannsongs grölt und Euch doch, tief in Eurem Herzen, nach ein bisschen Weihnachten sehnt, hoffe ich, dass ich etwas Abhilfe schaffen kann.

Wenn meinem Text das allerdings nicht gelingen sollte – nun, dann einfach mal drei Tage in die Eistonne legen und sehen was passiert. Ich wünsche Euch ein frohes Fest und viele Geschenke. Danke.

PS: Und für alle die meinen Text nicht weiter als über die ersten drei Zeilen lesen können, weil sie ihn schrecklich finden – nun, hier ist ein kurzes Gedicht:

Lebensweisheit. (Katharina Borlinghaus)

Geschenke sind zum Behalten da,

niemals zum Verteilen.

Kratzspuren vom Bruder?

Die werden auch verheilen.

 

Weniger brutal:

Geschenke sind zum Behalten da,

niemals zum Verteilen.

Wer einsteckt muss in diesem Fall,

niemals auch austeilen.

 

Farbenspiel.

Katharina Borlinghaus

Der Schnee fiel. Unbeholfen, wild, durcheinander und doch zart. Er legte sich auf den grauen Asphalt und schmiegte sich um Hausdächer, Autos und Fahrradsättel. Der weiße Flaum strich sanft über die Äste der Büsche. Legte sich sinnlich auf die kahlen Äste der großen Bäume und liebkoste die Gerippe der im Winterschlaf ohnmächtigen Rosensträucher. Der Schnee umfasste ihre Köpfe, deckte sie zu, hielt sie warm. Getragen vom leichten kalten Wind spürte er das leichte, unbekümmerte Gefühl der Freiheit. Er drehte sich, er tanzte. Im weichen Glockenklang fiel er zu Unzähligen auf die Erde. Geführt vom Wind, gestreichelt vom Hauch der Weihnacht, aalte er sich unter der Erdanziehungskraft. Heimatlos und doch nicht weniger gefunden und beisammen. Der Schnee fiel. Drängend, stürzend, suchend und doch sanft. Er ließ sich fallen. Auf die Mülltonnen, die am Straßenrand abgelegten gelben Säcke, den Dreck des Jahres und den Schmutz der Welt. Auf die leuchtenden Ampeln, die blinkenden Schilder, er fiel herab auf die einsamen wankenden Seelen der hereinbrechenden Nacht. In seinem Chaos beruhigte er die Seele der Stadt und deckte sie zum Schlafen zu. Vollumfänglich spielte er mit ihren Träumen, hielt sie fest und ließ ihren Horizont zum gefrorenen Kamin werden. Der Schnee prasselte auf ihrem Körper. Prasselte auf den Dächern der Häuser, der bunt erleuchteten Geschäfte und der in Einsamkeit erdrückten, zerfallenen Ruinen einer längst vergessenen Zeit. Der weiße Hauch gefror die Sorgen, die Probleme und entflammte die Herzen der Kinder. Die Schneeflocken wirkte angenehm betäubend. Sie betäubten die Geräusche der Nacht und betäubten die dunklen Seiten. Ließen die Stille erwachen und entzündeten das Licht der melancholisch torkelnden Weihnachtssinnlichkeit. Der Schnee fiel. Kalt, schmerzhaft, farblos und doch heilend. Er legte sich auf die kahlen Felder des Landes und kleidete die Nacktheit des Waldes. Er war ein Fremder und vertraut. Er war ein nächtlicher Geschichtenerzähler. Er erzählte Geschichten aus einer anderen Welt, einer anderen Zeit. Hauchte seine Erzählungen in den leeren, schlafenden Wald und ließ sie hinaus in die Nacht tragen. Der Schnee schmiegte, liebte, küsste und wandelte. Er suchte und fand. Er schmiegte im Fallen, liebte im Bleiben, küsse beim Gehen und wandelte beim Schmelzen. Die kalte Nässe trocknete den Schmerz des Jahres, ließ Tränen gefrieren und brachte rosige Wangen zurück. Der Schnee war Formwandler, Alleskönner. Der Schnee fiel. Ungeordnet, unbeugsam, störrisch und doch weich. Er fiel in die Hände der brennenden Kinder, auf die Schlitten der stürmischen Pferde und auf die Mützen der erwachenden Erwachsenen. Er wurde Schneemann, Schneeengel oder ein Haufen an einer Straßenecke. Er wurde bekämpft und beworfen und wieder geliebt und verehrt. Er war weiß, wurde grau, wurde schwarz. War weich, wurde grob, wurde steinig. Er hüllte und verschwand spurlos. Deckte zu und ließ erwachen. Der Schnee fiel. Liebkoste und streichelte. Die Schneeflocken umschmiegten und klebten. Verwandelten und bauten. Er war das süße Gift der kalten Nacht, ein schnell verdienter Rausch. Er verbrannte unter der warmen Berührung und erstickte am Tod der Phantasie. Er verführte die Stadt, die Menschen und die Bäume mit der leichten Begierde nach der Hemmungslosigkeit des Weihnachtsschimmers. Der Schnee fiel. Wüst, kurzatmig, beschützend und doch nur gehaucht. Er legte sich auf die Pflastersteine und schmiegte sich um Pfosten, Bordsteinkanten und Schranken. Der weiße Flaum strich sanft, schmolz am Tag und brachte unter sich, die längst in glücklicher Vergessenheit geratene Realität zurück. Die Stadt öffnete betrunken die Augen und betrachtete voller Schrecken das Schauspiel. In ihren Träumen nur, war sie zuhause gewesen. Jetzt am Morgen war sie fremd. Ein kalter Wind traf sie. Er erzählte eine Geschichte aus einer anderen Welt, einer anderen Zeit. Die Stadt erinnerte sich, diese Melodie hatte sich eingebrannt. Eingraviert in ihr Herz, war eins mit ihren Adern und ihrem Körper geworden. Wohlig schmatzend erinnerte sie sich an die in Gedanken nur schleierhaft zurückgebliebene Nacht. Wohlig schmatzend regte sie sich, erhob sich aus der Betrunkenheit der Nacht. Wohlig schmatzend sehnte sie die nächste Abenddämmerung herbei. Die Stadt fiel. Sie wusste sie würde gebettet, gefangen und gehalten werden.

Fröhliches Weihnachten!

Kategorien: Adventskalender 2015

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Mad Max – der etwas andere Junggesellinnenabschied

„Mad Max: Fury Road“ heiß die neue Filmauflage der Actionklassiker aus den Jahren 1980, 1981 und 1985. Schon der Titel „Fury Road“ (fury engl. für „Wut“) verspricht dem Zuschauer Materialschlachten, Verfolgungsjagten, Brutalität, Gewalt, Schmerz und Tod – also all das, was einen guten Actionfilm ausmacht. Leider jedoch hält der Titel nicht unbedingt was er verspricht: Der neue Film aus dem Hause der Warner Brothers hätte fast besser mit dem Titel „Mad Max: Eine Reise zu einem x-beliebigen Ort und wieder zurück“ deklariert werden müssen.

Wie bereits die drei anderen zuvor entstand auch dieser neue Film unter der Regie von George Miller, einem australischen Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzenten. Die Produktionskosten sollen bei ungefähr 150 Millionen Dollar (Quelle: Spiegel Online) gelegen haben – immerhin dem Fünffachen beispielsweise der neue Musikkömodie „Pitch Perfect 2“. Doch wie schlägt sich das Werk? Ist die gewaltige Summe gerechtfertigt?
Vorab: Als ich zum ersten Mal die Filmvorschau für das Endzeitspektakel sah, war ich durchaus positiv beeindruckt: Enthüllen mir die meisten Trailer in ihren 2.30 Minuten (leider) bereits meist die ganze Geschichte, so wenig nahm mir dieser doch vorweg – sprich: rein gar nichts. Ich sah eine endlosscheinende Wüste, viele explodierenden Autos und imposante Sandstürme. Worum sich dieser Film eigentlich drehte – dazu gab der Trailer keinerlei Auskunft. Das weckte mein Interesse. Da ich keinen der Vorgänger gesehen hatte ließ ich mich vor dem Kinobesuch noch etwas von meinem Vater informieren: Der Protagonist hieße Max, sei Polizist und schlüge sich durch ein postapokalyptisches Australien der Zukunft. Mehr erfuhr ich nicht und mehr war – wie ich später im Film merkte – auch nicht wichtig.

Handlung
Der Film beginnt mit einem stimmigen Monolog des Protagonisten Max Rockatansky (Tom Hardy). Er führt uns ein in seine Welt, die wir auch aus vielen anderen dystopischen Filme kennen: Die Welt in naher Zukunft – eine unendliche Ödnis, in der, von Natur- wie Atomkatastrophen gezeichnet, ein schonungsloser Bandenkrieg tobt um die letzten Rohstoffe wie Benzin und Wasser. Nach der kurzen Erklärungssequenz erkennen wir den Protagonisten Max, verhüllt und heruntergekommen, auf einer Anhöhe stehen. Seine langen Haare und sein ungepflegter Bart schauen unter der übergestreiften Kapuze hervor; Angst einflößend blickt er in die Kamera, während er eine lebende mutierte Echse verspeist. Alles schön und stimmig. Plötzlich, wie von inneren Regungen oder üblen Ahnungen befallen, springt Max zu seinem nebenstehenden Auto, stopft den braunen, gammeligen Rucksack auf den Beifahrersitz und rast mit gewaltigem Tempo den Sandberg hinunter. Hinter ihm her jagen nun weitere Wagen, alle aus Einzelteilen neu zusammengeschweißt, rostig und scheinbar fast auseinanderfallend – und somit nicht minder hübsch als ihre grölenden, zombiehaft aussehende Fahrer. Sie jagen Max – auch alles sehr stimmig. Eine Verfolgungsjagd beginnt – und endet umso abrupter, als das der uns noch unbekannte Protagonist innerhalb von 10 Sekunden aus seinem Wagen geschossen wird. Wow! Selbst dem wenig an Logik interessierten Actionfan, der sich gerade entspannt zurück gelehnt und in die Popcorntüte gegriffen hat, stellt sich bei diesem Intro die eine Frage: Wie konnte ein Typ, der eine derartige Coolness ausstrahlt, solange in der Wüste überleben und sich gegen die einzelnen Banden behaupten, wenn er mit nur einem einzigen gezielten Schuss direkt ausgeknockt wird?!
In der nächsten Sequenz wacht er gefangen irgendwo auf. Auf seinem Rücken prangt tätowiert der Begriff „Universalspender“ und seine langen, verfilzten Haare und der lustvoll gewucherte Bart werden ihm abrasiert. (Na wenigstens kann er sich jetzt den überfälligen Friseurbesuch sparen.) Er reist sich schließlich los, also ihm die Unholde auch noch ein Totenkopf-Brandzeichen aufdrücken wollen. Er entkommt seinen ersten zehn zombieartigen Peinigern, nur um von den folgenden zwanzig zombieartigen Peinigern doch noch gefangen genommen zu werden. Dramatik pur, ganz nahe am Herzstillstand. (Ironie aus.)
Jeder gute Actionfilm braucht einen Bösewicht – und den lernen wir in der nächsten Sequenz kennen. Immortan Joe (Hugh Keays-Byrne), stilsicher in zwei gewaltigen Bergen hausend. (Was er macht? Woher er kommt? Warum er so komisch „Jabba the Hutt“- mäßig aussieht? Keine Ahnung. Er tyrannisiert halt so herum – mehr muss man nicht wissen.) Mit seiner Armee aus zombieha… – ich glaube, ihr wisst inzwischen wen ich meine – Dienern, die entfernt an Edward aus „Twilight“ erinnern (und man fast Angst um sie hat, dass sie in der gleißenden Wüstensonne anfangen zu glitzern) terrorisiert er die sogenannten Restmenschen, die Überlebende der Katastrophen, die ihn, am Fuße des Berges stehend, um Wasser anflehen. Immortan Joe erscheint auf seinem filigran in den Berg gehauenen Hoheitsbalkon und spricht zu der bettelnden Masse. Er zieht an einem – erstaunlich rostfreien – Hebel und Wassermassen ergießen sich über die Leidenden. (Sehr imposant. Ich bin mir fast sicher, dass auch Immortan Joe imposand ist oder eher hat…) Aber der üble Tyrann wäre kein übler Tyrann, wenn er nicht bereits nach kurzer Zeit die Wassermassen stoppen und diabolisch lachend den leidenden Restmenschen noch altkluge Sprüche zurufen würde: „Do not become addicted to water, it will take hold of you and you will resent its absence“.
Es kommt wie vorausgesehen: Mad Max gelingt die Flucht. Er schließt sich einem ebenfalls von der Willkürherrschaft der Tyrannen flüchtenden Truck an und los geht die Verfolgungsjagd. Denn der Despot hat das Fehlen eines Wagens und seiner Besatzung (im übrigen leicht bekleidete junge Frauen) natürlich bereits bemerkt – das kann er ja nicht auf sich sitzen lassen: Fortan heißt es drei Armeen seines teuflischen Familienclan gegen einen Truck. Unzählige fanatische weiße, zombieähnliche Gestalten gegen sechs gut aussehende Frauen im besten Studentenalter und – nun ja – Max…

Spannung? – Fehlanzeige
Der ein oder andere unter euch wird jetzt sicherlich erschrocken den Mund zu einer Erwiderung aufreißen: „Keine Spannung?! Dieser Film ist Action pur!“ Nun, dagegen kann auch ich nichts oder nur kaum etwas einwenden: Der Film ist actionreich, zeigt Materialschlachten in rauer Menge, bietet gute bis sehr gute filmtechnische Effekte und präsentiert sich ein einem beinahe irren Tempo. Doch das allein macht keinen guten Film aus; auch das Herumfliegen von dem einhundertsten Auto vermag nicht über den storytechnischen Stillstand bei der Handlung hinwegzutäuschen. Dadurch, dass der ganze Film eigentlich nur darin besteht, dass ein einzelner Truck geradewegs durch die Wüste fährt und dabei von mutierten Gestalten verfolgt wird, geschieht eigentlich kaum mehr als das gelegentliche „Krawumm“ am Straßenrand. Bis zu der 15. Blechbüchse sieht das durchaus spektakulär und gewaltig aus, wird danach aber eher monoton und verleitet nach dem 30 nur noch zu einem gelangweilten Gähnen.
Unterstützt wird diese sich allgemein entwickelnde Langeweile durch das sehr eintönige Setting: Pampa ist eben Pampa und gelber Sand wird auch mit der Zeit nicht interessanter. Ich könnte darüber ja hinwegsehen, wenn der Film diese Eintönigkeit für sich nutzen würde und die brutalen Seiten einer unendlich weiten und sonnengebrannten Wüste zeigen würde. Wassernot, Sonnenstiche oder Halluzinationen – irgendwas davon. Die Charaktere stecken das Wetter und die endlose Weite aber so gut weg, dass das Ganze bisschen so wie ein Junggesellinnenabschied wirkt – nur ohne den attraktiven Stripper. Alles Training und Anpassung? Gut, von mir aus. Aber wenn sich Menschen an diese tödliche Umgebung anpassen, dann erwarte ich auch, dass sich das in ihren Aktionen niederschlägt; dass sie härter und abgestumpfter handeln. Und hier richtet sich an dieser Stelle meine Kritik nicht an die Drehbuchautoren, sondern an Regisseur und Kameramann: An manchen Stellen wird die Härte der Wüste und der dort lebenden Menschen gezeigt, doch immer nur Off-Screen angedeutet. Wenn dort ein Kaiserschnitt bei vollem Bewusstsein durchgeführt wird, erwarte ich von einem FSK16-Film mehr zu sehen als nur das Gesicht des Skalpellführers und mehr zu hören als seine hart klingenden Kommentare. Blut und erschreckendere, länger nachwirkende Bilder wären für einen solchen Film durchaus nicht verkehrt, wenn nicht sogar lebensnotwendig gewesen. Schade!
So bleibt der Film also eine einfache Verfolgungsjagd durch eine eintönige Wüste ohne besonderen Pepp. Als weiteres Manko stellt sich auch Charakterisierung des Protagonisten Max heraus. Der Überlebende ist nicht der redselige Typ und bringt größtenteils nur ein gebrochenes „Mh!“ hervor, sodass man an seine Dialoge an einer Hand, wenn nicht sogar an zwei Fingern abzählen kann. Es mag gemeinhin ein wirkungsvoller Effekt sein, dem Charaktere durch seine Schweigsamkeit den gewissen Hauch Mystery und Abenteuer zu geben, in diesem Falle jedoch wirkt der Griff in die Trickkiste Hollywoods nicht sonderlich gut. Der Effekt der Wortkargheit verpufft und verkommt zum letzten verzweifelten Versuch, Max als Person interessanter zu machen. So scheint er, wenigstens für einen Neuling der Filme wie mich, total austauschbar und oberflächlich zu sein. Ich erfahre praktisch nichts über ihn, seine Vergangenheit oder seine Probleme. So schlimm die immer wieder auftauchenden Flashbacks von kleinen Mädchen und blutigen Gesichtern auch für Max sein müssen, so wenig hat der Zuschauer das Gefühl, das von diesen Einbildungen irgendeine geartete Gefährdung oder Beklemmung ausgehen würde – also auch keine Spannung durch den charakterlichen Zwiespalt des Protagonisten. Bleibt also mehr oder weniger nur noch die Möglichkeit, diese durch sich entwickelnde Charaktere und durch zwischenmenschliche Beziehungen zu erzeugen. Leider jedoch entwickelt sich kein Charakter; die persönlichen Beziehungen und Rollen bleiben oberflächlich und gleich, von Anfang an ist klar wer böse und wer gut ist. Zugegeben, Max brauchte wohl zehn Minuten, um in der Crew der sechs Frauen aufgenommen zu werden, aber danach sind die Rollen klar verteilt und alle bereits zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen. Wo bleibt das gute alte Misstrauen oder das vorsichtige Beäugen der Mitspieler? Wo bleiben die Neugierde an den Schicksalen der anderen oder die sich aufbauenden Freundschaften? Der Film geht mit einer solchen Gleichgültigkeit an die Charaktere und ihre Beziehung heran, dass es dem Zuschauer schlichtweg egal ist, ob irgendjemand gefangen oder getötet wird. Die Zuschauer haben durch die fehlenden und – wenn vorhanden – äußerst platten Dialoge, die nichtssagenden Motive und die unerzählten Hintergrundgeschichten keine Ahnung, wem man da überhaupt beim „Durch-die-Wüste-Fahren“ zuschaut. Und wenn ich die Charaktere nicht kennenlerne, dann ist es mir auch egal, was mit ihnen passiert. Punkt.
Sollte das als Kritik noch nicht genug sein: Das mitgelieferte 3D war so unnötig wie unscharfe Peperoni auf einer Diabolo-Pizza (Entschuldigung für diesen Vergleich, aber ich habe gerade Hunger). Ich finde es fast traurig, dass man selbst bei einem solchen Film – bei dem es sich mit herumfliegenden Gegenständen und explodierenden Autos mehr als nur ein bisschen angeboten hätte – keinerlei nennenswerte Bildsequenzen einfügt, die den Aufpreis für den 3D Film rechtfertigen. Wann wird es wohl endlich – neben dem beispiellosen „Avatar“ – einen Film geben, in dem sich die Macher tatsächlich Mühe geben, durch die dritte Dimension das Kinoereignis noch grandioser und mitreißender zu machen?

Gnadenpunkt für Kreativität
Gibt es überhaupt keinen Lichtblick?! Ich will mal nicht so sein: Neben den kreativ designten Wagen und durchaus einigen äußerlich interessanten mutierten Personen fallen auch einige gute Ideen am Rande auf: So ist beispielsweise der E-Gitarre spielende Mutant auf der Motorhaube ein netter kleiner Running Gag…
Aber alles in allem jedoch konnten auch die nett anzusehenden Mädchen nicht über die Schwächen des Films hinwegtäuschen, er bleibt zu eindimensional und flach. Wer auf Unmengen herumfliegender Wagen steht und sonst keinerlei Ansprüche an das Kinoerlebnis stellt, der wird sich in der ersten Stunde des zweistündigen Films sehr gut unterhalten fühlen. Danach wird es jedoch auch für den Actionfilmfan eher träge und langweilige Kost.

 

Meine Bewertung: 1 Stern (schlecht) – 5 Sterne (sehr gut)

Actionreichtum:          3 Sterne

Spannung:                       1 Stern

Handlung:                       1 Stern

Kreativität:                     2 Sterne

_________________________

2 Sterne (Einmal Schauen reicht.)

 

 

Kategorien: Schule

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Avengers: Age of Ultron – Die Superhelden sind zurück

Wir schreiben Donnerstag, den 23.04.2015: Der Tag, der für alle Fans der Marvel-Superhelden wahrscheinlich ungefähr so wichtig sein dürfte wie der eigene Geburtstag, Weihnachten und der Besuch bei der Oma zusammen. Der Tag, der mehr war als ein bloßes Geschenk: eine randvoll gepackte Wundertüte. Im Auftrag der Schülerzeitung stürzte ich mich diensteifrig (und – zugegebenerweise – auch voller Eigeninteresse) in die wunderbare Welt des Marvel Cinematic Universes – was ich erlebte, welche Helden ich wiedersah und wie viele Tränen ich vergießen musste lest ihr jetzt:
Seit diesem denkwürdigen Donnerstag läuft „Avengers: Age of Ultron“, der zweite Teil der „Rächerinitiative“ („avenger“ (engl.) für Rächer) in unseren deutschen Kinos. In allen deutschen Kinos? Nein! Schon vor Premiere gab es um den neuen Film der Marvel Studios diverse aggressive und polarisierende Diskussionen: Disney (seit 2009 gehören die Marvel Studios zu der „Walt Disney Motion Pictures Group“) hatte angekündigt, ab dem Release des neuen „Avenger“-Films die Leihgebühren für kommende Filme zu erhöhen. Für jeden neuen, von Disney produzierten, Film sollen die Kinos (ungeachtet ihrer Größe) rund 53 % der Filmeinnahmen an den amerikanischen Medienkonzern abtreten. Weil diese Erhöhung für die kleineren Kinos jedoch wirtschaftlich nicht mehr tragbar ist, boykottieren diese nun das Werk; der neue „Avengers“-Film ist somit zumeist nur in den größeren Kinoketten zu sehen.

Was dich erwartet – Die Handlung
Die Grundidee der „Avengers“-Filme ist, einige der bekanntesten Superhelden gemeinsam auf die Kinoleinwand zu bringen. Dieses Zusammentreffen (Iron Man, Hulk, Thor, Captain America, Black Widow, Hawkeye) führte schon 2012 im ersten Teil („The Avengers“) zu so manchen interessanten und zumeist lustigen Dialogen. Die verschiedenen Charaktereigenschaften und Wertevorstellungen der Superhelden prallen nun auch in jeder Minute des neuen Films aufeinander. Vor allen Dingen aber steht dabei die Frage im Raum, wie sich die doch meist eigensinnigen und egozentrischen Helden im Kollektiv verhalten; statt als einzig glorreiche Protagonisten im Rampenlicht zu stehen müssen sie ihre Persönlichkeit einer übergeordneten Gruppe und einem nur gemeinsam zu erreichenden Ziel unterordnen.
Dieses Teamwork ist auch bitter nötig, wird die Welt doch von einem neuen Gegenspieler bedroht: Die künstliche Intelligenz Ultron (James Spader) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erde zur retten – sieht jedoch ironischerweise als einzige Lösung, sie dafür komplett zu zerstören. Die Menschen sind in seinen Augen bemitleidenswerte Kreaturen, welche mehr oder weniger von ihrem gefährdeten und unterentwickelten Dasein erlöst werde sollen. Bei dieser Zerstörung erhält er Hilfe von zwei neuen „Talenten“: Der sich mit Schallgeschwindigkeit fortbewegende Quicksilver (Aaron Taylor-Johnson) und die gedankenlesende und telekinetisch veranlagte Scarlet Witch (Elizabeth Olsen). Sie beide erlangten ihre Kräfte durch die böse Geheimorganisation HYDRA, welche Experimente an ihren Körpern durchführte. Von Beginn des Films an ist die Bekämpfung Ultrons eine persönliche Angelegenheit der Avengers. Natürlich ist es einzig an ihnen gelegen, diese globale Bedrohung auszuschalten, aber einige unter ihnen haben mit der Bekämpfung auch alte Fehler wieder gut zu machen. So optimistisch die Superhelden am Anfang den Kampf aufnehmen, so derbe Rückschläge müssen sie im Verlaufe des Filmes einstecken. Nach einem Zusammentreffen mit Scarlet Witch, welche ihre Kräfte geschickt einzusetzen weiß, ist sowohl der Teamgeist als auch der Kampfwille gebrochen. Die großen, nach außen stark wirkenden Helden müssen sich eingestehen, dass auch sie nur Menschen mit einer gebrochenen Persönlichkeit und mitunter qualvoller Vergangenheit sind. Die einzige Möglichkeit, der Kampf doch noch zu gewinnen, liegt in der Rückbesinnung auf die Gemeinschaft und die Bündelung der Kräfte zum Wohle der ganzen Menschheit – was in der Theorie jedoch leichter klingt, als es tatsächlich in der Praxis ist …

Wen du wiedersiehst  – Die (bekannten) Superhelden *1
Endlich gibt es ein Wiedersehen mit all den wunderbaren, facettenreichen Superhelden, die uns schon im ersten „Avengers“-Teil verzaubert haben. Ganz vorne dabei ist natürlich Iron Man alias Tony Stark (Robert Downey jr.); der Superheld, „der in Satinbettwäsche schläft“, spielt eine ganz besondere Rolle im Film – offenbart er den Zuschauern nicht nur neue technische Superanzüge, sondern auch die Risiken für die Gemeinschaft der Avengers und der Menschen, die mit seiner nazistische Weltanschauung und sein allgemeines Charakterprofil einhergehen.
Hulk alias Dr. Bruce Banner (Mark Ruffalo) zeigt sich dem Zuschauer auch in diesem Film in seiner ganzen grünen Pracht. Und doch: In ehrlichen und gefühlsechten Vieraugengesprächen mit Black Widow alias Natascha Romanow wird besonders die Zerbrechlichkeit des mutierten, kraftvollen Wissenschaftlers deutlich.
Auch Captain America alias Steve Rogers (Chris Evans) darf in dem neuen Teil nicht fehlen: Er ist der Kopf der Avengers und setzt sich, neben dem Kampf gegen Ultron, auch für den Nichtgebrauch von Kraftausdrücken ein (Insider – sieh Dir den Film an, dann weißt Du, worauf ich hinaus will). Dabei kommt es immer mal wieder zu neckischen und lustigen Dialogen zwischen ihm und Tony Stark, den zwei Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Der Halbgott Thor (Chris Hemsworth) bezaubert auch in diesem Film und lässt Frauenherzen höher schlagen und sein Hammer Mjöllnir wird in diesem Film zum Running Gag. Thor ist sich sicher, niemand kann ihn ohne seine göttliche – würdige – Macht heben. Dies scheint sich auch eigentlich immer wieder zu bestätigen – bis es schließlich doch jemandem gelingt …
Einige Facetten erfahren wir in diesem Teil auch von Black Widow alias Natascha Romanov (Scarlett Johansson). Im Verlauf des Kampfes werden wir nicht bloß Zeuge der schlagfertigen und durchsetzungsfähigen Superagentin von S.H.I.E.L.D., sondern auch ihrer uns bis dato unbekannten Charakterzüge und ihrer schreckliche Vergangenheit. Besonders in Interaktionen mit Dr. Bruce Banner scheint sie aufzutauen und sich von einer anderen, ihrer wahren Seite zu zeigen. Auch von Hawkeye alias Cint Barton (Jeremy Renner) werden in dem neuen Film so manche Geheimnisse aufgedeckt, die besonders aus Sicherheitsgründen bisher unter Verschluss gehalten wurden. Somit hat es den Anschein, dass in diesem „Avengers“-Teil besonders die menschliche Seite der Superhelden betont werden soll. Kurze Auftritte haben neben Nick Fury (Samuel L. Jackson), auch die aus den Thor-Filmen bekannten Heimdall (Idris Elba) und der Astrophysiker Dr. Erik Selvig (Stellan Skarsgard). Und natürlich darf auch J.A.R.V.I.S. (Paul Bettany) nicht vergessen werden: Die von Tony Stark entwickelte künstliche Intelligenz kommt in diesem Teil zu einer ihr würdigen, wichtigen Rolle.

Wie viele Tränen geflossen sind – Die Grundstimmung
Der Fokus dieses „Avengers“-Teils liegt, wie bereits oben beschrieben, auf der Interaktion der Superhelden untereinander. Dabei thematisiert Regisseur Joss Whedon erfreulicherweise auch ihre menschliche Seite; der neue Film bietet uns somit nicht nur Helden zum Bewundern, sondern auch zum Anfassen und Mitfühlen. So kann man durchaus in den ruhigeren Stellen eine gewisse Beklommenheit spüren, wenn die Superhelden von ihrer Vergangenheit oder allgemeinen Problemen berichten – und schafft somit das gewisse „Extra“, ohne dabei jedoch in ein Melodram abzurutschen. Stattdessen muss man sich hauptsächlich die Lachtränen aus den Augen reiben, wenn die grandiose Situationskomik oder die ausgefeilten, zugespitzten Dialoge mal wieder zum lauten Loslachen verleiten. Wie auch der erste Teil überzeugt Nummer 2, meiner Meinung sogar noch perfekter, durch eben diesen feinen Humor, die bereits angesprochene Situationskomik und das erstklassige Zusammenspiel – meist jedoch das Aufeinanderprallen – der Superhelden.

Meine Bewertung
Dieser Film ist nicht gut … dieser Film ist einfach grandios genial.
Auch wenn die unzähligen wunderbar inszenierten Kampfszenen, den vielfältigen Missionen (z.B. die Verfolgung eines LKWs sowohl auf dem Motorrad und auch aus der Luft), die neuen Wendungen in der Handlung und bei den Charakteren, den unterschiedlichsten Schauplätzen und die allgemeinen Detailverliebtheit am Ende nicht ganz hinwegtäuschen können über die nebulösen Motive Ultrons, so bleibt doch festzuhalten, dass dieser neue Film nahezu perfekt ist. Er ist eine gelungene Symbiose; neben den eingefleischten Fans, die gut beschäftigt sind, die vielen versteckten Querverweise auf andere Marvel-Produktionen zu entdecken, erfreuen sich auch „Marvel-Neulinge“ – die ihre Unkenntnis schnell ändern sollten – an dem Actionreichtum und den Spezialeffekten auf höchstem Hollywood-Niveau. Die feine (Selbst-)Ironie (z.B. als Hawkeye feststellt, dass etwas falsch sein muss, wenn er mit Pfeil und Bogen bewaffnet gegen Kampfroboter kämpft), die allgemeine gekonnte Grundkomik gepaart mit den an manchen Stellen etwas gedämpften Dialogen und sogar eine angedeutete Liebesgeschichte runden das Kinospektakel ab. Ein rundum gelungenes Werk und ein mehr als würdiger Nachfolger zum ersten Teil.
Kurz: „Avengers: Age of Ultron“ ist einfach Mjöllnir! (Verstehst du? „Mjöllnir“ ist Thors Hammer und … ach, Du hast es sicher schon verstanden.)

 

In Sternen          schlecht (1 Stern) – sehr gut (5 Sterne)

Umsetzung                                       (5 Sterne)

Komik                                                  (5 Sterne)

Vielfalt                                                (5 Sterne)

Angekündigt und umgesetzt     (4 Sterne)           – Motive nicht ganz klar; – globale Bedrohung kam nur bedingt rüber

_____________________________________________

Insgesamt                                          (5 Sterne)

 

Anmerkungen:

*1: aus „Spoilergefahrgründen“ wird hier auf die Darstellung der neuen Charaktere verzichtet.

Beitragsbild: http://webvibrant.com/wp-content/uploads/2015/03/age-of-ultron-10-things-that-will-make-you-cry-in-avengers-age-of-ultron.jpeg

Kategorien: Schule

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Droht ein neuer Kalter Krieg? – Experten im Gespräch #SoWiForum

Am vergangenen Montag (02.03.2015) war es wieder so weit: Die Fachschaft Sozialwissenschaften lud die Schülerinnen und Schüler (verpflichtend) zu einer Neuauflage des SoWi-Forums ein. In der Aula fanden sich vier Experten ein, welche mit dem Publikum über die Frage diskutierten, ob durch die Spannungen in der Ostukraine zwischen Russland, den Ukrainern und Europa ein neuer Kalter Krieg drohen würde. Eingeladen waren Jakob Mischke (Ukraineforscher und Politologe am Slavisch-Baltischen Seminar der Universität Münster), Dr. Markus Pieper (Mitglied des Europäischen Parlamentes, CDU), Natalia Tarturo (für den Arbeitskreis Ukraine, Münster) und Gudrun Wolff (für die Gesellschaft zur Förderung der deutsch-russischen Beziehungen im Münsterland).

 

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Herr Schafstedde die Referenten und die Zuhörer. Er verwies auf die Wichtigkeit eines Austausches und der Beschäftigung mit weltpolitischen Themen. Danach gab er das Wort an Frau Schleef, welche in dieser Diskussion als Moderatorin und Diskussionsleiterin fungierte. Nach einem Anfangsstatement der Referenten wurde schnell klar, dass sie alle auf einer Wellenlänge waren. Sie unterstützten das Bestreben, dem Konflikt und den Spannungen mit diplomatischen Lösungsansätzen beizukommen. Dabei stellten sie unter anderem die Wichtigkeit einer Europäischen Union als friedensstiftendes Kollektiv heraus. Etwas Kritik übte nur Herr Jakob Mischke an der Durchführung der Sanktionen (eben genannten diplomatischen Lösungen) gegen Russland. Seiner Meinung nach würden Sanktionen nur dann am stärksten wirken, wenn man sie schnell und ohne viel Gerede durchführt. Diese Punkte sah er bei der europäischen Durchführung nicht gegeben. Natalia Tarturo, sie lebt seit sieben Jahren in Deutschland und hat sowohl russische als auch ukrainische Wurzeln, beeindruckte die Schüler mit persönlichen Erfahrungen und Geschichten über den Konflikt. Besonders sie versuchte in ihren Ausführungen auch die Wichtigkeit von humanitären Hilfen hervorzuheben. Der Westen solle den Menschen und Flüchtlingen helfen, die von ihrem Zuhause und ihren Familien getrennt wurden. So kann man abschließend sagen, dass alle Referenten darum bemüht waren, zum einen Europa als wichtig für die Ukraine auszuschreiben und gleichzeitig auch die diplomatischen Lösungsansätze hervorzuheben, da sie ihrer Meinung nach am effektivsten und am besten für die Menschenleben wären.

 

Als kleinen Zusatz für diejenigen unter euch, die gerne mehr von der Arbeit als Europaabgeordneter erfahren möchten: Einfach hier weiterlesen. Dies ist ein Interview mit Dr. Markus Pieper, welches wir von der Schülerzeitung vorab aufgezeichnet haben.

 

Schülerzeitung (SZ)

Dr. Markus Pieper (Dr. P.)

 

SZ: Hallo! Guten Morgen! Würden Sie sich bitte einmal vorstellen? Wer sind Sie und was ist Ihre Aufgabe?

Dr. P.: Markus Pieper. Ich bin für das Münsterland Abgeordneter im Europäischen Parlament, d.h. ein riesen Wahlkreis. Die Stadt Münster, der Kreis Coesfeld, der Kreis Warendorf, der Kreis Steinfurt und der Kreis Borken. Das sind 1,5 Mio. Menschen und da gibt’s nur einen Abgeordneten. […] Ich versuche ab und zu dann auch mal in den Schulen präsent zu sein. Ich mache im europäischen Parlament hauptsächlich Verkehrspolitik, bin im Verkehrsausschuss, […]. Dann bin ich im Industrieausschuss, Energiepolitik ist ein Schwerpunkt und ich bin im Ausschuss für Haushaltskontrolle, also wo geht die europäische Knete hin. Wird das auch nach Gesetz und Recht verwandt? Ukraine, da bin ich als Politiker natürlich immer betroffen, bin aber nicht im Auswärtigen Ausschuss, der jetzt minutengenau zum Sachstand berichten kann, aber natürlich hat man als Politiker da generell Verantwortung.

SZ: Wie sind Sie eigentlich zur Politik gekommen? Wussten Sie das früher schon? Was reizt Sie daran besonders?

Dr. P.: Ich bin eigentlich gar kein richtiger Politiker. Ich bin Quereinsteiger in die Politik. Ich bin erst mit 33, 34 in die CDU eingetreten. Ich bin eingetreten, weil im Kindergarten meiner ältesten Tochter kein christliches Weihnachten gefeiert wurde. […] Dann bin ich Vorsitzender in der CDU Lotte geworden und ins europäische Parlament bin ich eigentlich deshalb gekommen, weil ich in meinem Job als Geschäftsführer der Industrie und Handelskammer in Osnabrück viel mit internationalem Umweltrecht zu tun hatte. […] Und jetzt bin ich seit mehr als zehn Jahren im Europäischen Parlament.

SZ: Dann vielleicht erstmal grob: Wie ist das so, im europäischen Parlament zu arbeiten? Ist das eine große Verantwortung, die auf Ihnen lastet, oder eben ein großer Druck, dem Sie ausgesetzt sind?

Dr. P.: Wie ist das so? Das ist jetzt eine Frage, auf die kann ich alles und nichts drauf sagen. [lacht] Ist natürlich für jemanden, der im Kreis Steinfurt wohnt, in Lotte, schon ziemlich aufwändig, immer nach Brüssel und nach Straßburg fahren zu müssen. Gleichzeitig hier diesen großen Wahlkreis zu betreuen. Auf der anderen Seite ist die Arbeit im europäischen Parlament total spannend, weil man für bestimmte Themen direkte politische Verantwortung hat. Sie haben also nicht wie im Bundestag diese unbedingte Fraktionsdisziplin, dass die Regierung irgendwas vorgibt und die Partei muss dann folgen. Das ist im Europaparlament alles ein bisschen freier. […] Egal welche Themen da sind, und wir machen ja viele Gesetze in Europa, haben Sie als einzelner Abgeordneter im Parlament durchaus Möglichkeiten, da was zu machen.

SZ: Und wie geht man mit dem Druck um? Fühlt man große Verantwortung? Hat man so das Gefühl: ICH entscheide jetzt was für und über Europa?

Dr. P.: Das ist genau so, als wenn Sie im Rathaus in Greven sitzen. Ich meine, da haben Sie ja auch Druck und werden von den Bürgern gefragt: „Was machen Sie hier eigentlich?“. Es ist nur eine andere Ebene. Der Druck oder der Aufwand oder die Spannung ist auf allen Ebenen gleich – empfinde ich jedenfalls so. Ich war auch fünf Jahre in der Kommunalpolitik, als Vorsitzender der CDU Lotte. […]

SZ: Welche Interessen vertreten Sie im europäischen Parlament und welche Ziele sind für Sie vorrangig?

Dr. P.: Zunächst einmal das gesamteuropäische Interesse, dass Europa in der Welt eine starke Rolle spielt. Das kann man in verschiedenen Bereichen durchaus gestalten. […] Das ist so meine Hauptmotivation. Die zweite Ebene ist dann die regionale oder auch die deutsche Ebene: Dass man versucht, die nationalen Interessen und die regionalen Interessen auch im Blick zu haben.

SZ: Abschließend, um auch auf das heutige SOWI-Forum-Thema zu kommen: Was ist Ihre Meinung zu dieser Krise und welche Lösungsansätze haben Sie? Wofür setzten Sie sich ein?

Dr. P.: Zuallererst, dass es zu einer diplomatischen Lösung kommt, dass wir diese Züge, die da zur Zeit aufeinander zu fahren, doch durch Diplomatie abbremsen können. Was allerdings nicht einfach ist. Jede Seite hat ihre Argumente, warum der andere Schuld ist. Ich bin dennoch der Meinung der westlichen Politiker, dass Herr Putin in vielerlei Hinsicht überzogen hat. Was mir Sorgen macht, ist diese subtile Art. […] Dass er nicht zugibt, dass er dort eigene Interessen vertritt. Und wenn ich mal im europäischen Parlament die Stimmung erfahre, dann ist die glaube ich viel dramatischer als in Deutschland. Die baltischen Abgeordneten haben die nackte Angst, ich war in Riga, ich habe mal gesehen, wie stark die russische Einflussnahme dort schon ist, und auch, wenn sie mit polnischen Abgeordneten reden, dann ist das ein ganz anderes Gefühl gegenüber Russland als wir da hier vielleicht spüren. Auf der anderen Seite stehe ich natürlich auch stückweit Motivation. Das Sowjetreich ist zerfallen, Europa ist immer stärker geworden. Wir haben uns mit der Osterweiterung nah an Russland ran gewagt und da ist ein Spannungsfeld entstanden, was man jetzt durch viel, viel Fingerspitzengefühl und Diplomatie versuchen muss aufzulösen. Die Patentlösung habe ich natürlich auch nicht. Dennoch hoffe ich, dass es über wirtschaftlichen Druck gelingt, Russland in die Schranken zu weisen und dass wir eine Verhandlungsebene erreichen, wo wir dauerhaft ein e Friedenslösung dann gestalten können. Vermutlich in die Richtung, dass es bestimmte Gebiete geben wird, die in russischer Hand bleiben. Ich fürchte das, aber es ist besser, so dauerhaften Frieden zu kriegen, als wenn wir auf beiden Seiten aufrüsten und dann kommt es zum großen Kampf. Als allerletzte Option natürlich muss man sich das militärische Eingreifen offen halten, sonst würde einen gerade die russische Seite ja auch nicht ernst nehmen. Man kann natürlich auch Frieden haben, indem man Putin nachgibt, nur was ist dann der nächste Schritt? Und das ist die große Gefahr, die ich sehe, weil wir nicht kalkulieren können, wie weit gehen die Russen.

SZ: Wir bedanken uns für das Gespräch.

Dr. P.: Sehr gerne!

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Fifty shades of Grey – Filmkritik

Und vergangene Woche war es dann endlich soweit: Fifty shades of Grey – der Erfolgsroman von E. L. James (eigentlich: Erika Leonard) hat es auf die Kinoleinwand (Regie: Sam Taylor-Johnson) geschafft. Bei den 70 Millionen Lesern der erotischen Trilogie hatte die Ankündigung einer Verfilmung des im Jahr 2011 geschriebenen ersten Teils Shades of Grey – Geheimes Verlangen sicherlich zu manchen Herzenssprüngen geführt. Konnte man nun endlich sein Interesse an dem Buch und sicherlich auch an der behandelten Thematik nicht nur heimlich im dunklen Kämmerchen bei sich Zuhause zeigen, sondern in Gegenwart ganz vieler anderer Kinobesucher offen bekunden. So begab es sich am vergangenen Samstag (14.02.2015) also, dass auch ich den Gang zum Kino antrat. Was ich da so erlebt habe und wem ich dieses Filmspektakel empfehle, lest ihr jetzt.

 

Vorab muss ich zugeben, dass mich die Geschichte um die 21-jährige Studentin Anastasia Steele und den jungen, gutaussehenden und erfolgreichen Milliardär Christian Grey nie sonderlich interessiert hat. Schien mir die ganze Liebesgeschichte doch ziemlich plump und konstruiert. Deshalb ging ich mit nicht sonderlich hohen Erwartungen an den Film heran.

Geschichte

Eine junge Frau, 21 Jahre alt, Literaturstudentin, wohnt bei ihrer besten Freundin Kate Kavanagh (gespielt von: Eloise Mumford) in einer kleinen Wohnung. Ihr Name ist Anastasia Steele (gespielt von: Dakota Johnson), ihre Freunde nennen sie Ana. Da Kate mit Grippe zu Hause im Bett liegt, erklärt sich Ana bereit, für sie nach Seattle zu fahren, um den Jungunternehmer Christian Grey (gespielt von: Jamie Dornan) zu interviewen. Schon bei diesem ersten Treffen wird Ana sehr deutlich bewusst, dass beide augenscheinlich in anderen Welten leben. Christian Grey gibt den arroganten, ehrgeizigen Unternehmer. Er thront hinter seinem Schreibtisch und ist sich seiner unantastbaren Stellung sehr bewusst. Ana, das unscheinbare graue Mäuschen, ist sichtlich eingeschüchtert und gleichzeitig fasziniert von diesem kaltherzigen, pragmatischen Menschen. Und wie das immer so in (romantischen) Büchern ist, scheint das Unwahrscheinlichste tatsächlich Wahrheit zu werden: Schon kurz darauf gibt auch Christian Grey, einer von der Sorte Mann der sie alle haben könnte, zu, Interesse an diesem normalen und unscheinbaren Mädchen zu haben. Zwischen den beiden entwickelt sich nun eine Liebesbeziehung die sich vordergründig um Christian Greys Vorliebe für diverse, andersartige Sexspielchen dreht. Dabei steht – zumindest im Film – die persönliche Veränderung der beiden Protagonisten im Fokus und das Austesten von Grenzen und Entdeckung neuer, unbekannter Charaktereigenschaften.

Nichts Halbes und nichts Ganzes

Schauspielertechnisch ist der Film nicht sonderlich hochkarätig besetzt. Am Anfang der Dreharbeiten war unter anderem auch Emma Watson für die Rolle der Anastasia Steele im Gespräch gewesen. Schade, dass sie nicht eingewilligt hatte, denn so huschten nur eher unbekannte Gesichter über die Leinwand. Fraglich ist nun natürlich, ob durch ein bisschen Hollywood-Glanz der ganze Film hätte aufgewertet werden können oder sich entsprechende Schauspieler lediglich dem Mittelmaß des Drehbuchs unterworfen hätten. Ich möchte den jetzigen Schauspielern keine Talentlosigkeit unterstellen, sondern in Anbetracht des gesichteten Filmmaterials, auf eine gewisse Dumpfheit hinweisen. Die fehlende Strahlkraft der Charaktere lässt sich zum einen sicher mit dem Drehbuch erklären, zum anderen jedoch merkte man den Schauspielern an manchen Stellen auch ein gewisses Unvermögen an, sich in die durchaus komplexen Charaktere hineinzuversetzen, mit ihnen zu fühlen. So blieben der Film und die Geschehnisse doch sehr oberflächlich und wenig tiefgründig. Die Einbindung von darstellerischen Mitteln, war an manchen Stellen durchaus notwendig, an anderen Stellen jedoch sehr dick aufgetragen. Als Ana und Christian gerade ihre erste beziehungstechnische Krise durchleben, Ana verwirrt von ihren Gefühlen weinend auf dem Bett liegt und ein sintflutartiger Regenschauer, dicke Regentropfen an ihr Fenster prasseln lässt, erinnerte das den Zuschauer doch eher an eine Rosamunde Pilcher TV-Produktion, als an großes Kino. Jedoch: Die sonstigen Requisiten sind durchaus ansehnlich. Der Christian Grey Hubschrauber, seine glänzende Audi-Sammlung, sein weißes Segelflugzeug, die immer auftauchenden Appleprodukte als Statussymbol und die hauseigenen Grey-Bleistifte sind sehr schön anzusehen. Die Kamerafahrten über die Skyline von Seattle und die Aufnahmen aus dem Segelflugzeug sind nicht besonders atemberaubend, aber auch nicht sonderlich schlecht gemacht. Die Gespräche überzeugen nicht mit ihrer Tiefsinnigkeit, sie plätschern  eher so dahin, wie in jedem zweiten Kinofilm auch. Der Soundtrack könnte dem Charts-Genre entsprungen sein und besticht nicht durch besonderer Qualität, sondern klingt wie das alltägliche Gedudel von 1 Live. Das einzige was diesen Film wirklich auszeichnet ist seine Situationskomik. Wenn Christian und Ana zum Beispiel zum ersten Mal vor der verschlossenen Tür seines SM-Spielzeuge-Raum stehen und Ana in ihrer Unschuld fragt, ob er darin seine Xbox aufbewahrt, führt das durchaus zur allgemeinen Belustigung des Publikums.

So lässt sich abschließend festhalten, dass der so lang ersehnte Softporno (wobei man ihn der FSK 16 Variante nicht mal unbedingt als Softporno beschreiben kann – es werden genauso viele Sexszenen gezeigt wie in anderen Hollywood Produktionen) eher einem ganz normalen 08/15 Streifen gleicht. Man kann sich diesen Film ohne viel Konzentration abends vorm Schlafengehen ansehen und danach beruhigt einschlafen. Wenn man es ganz drastisch formulieren will, könnte man auch sagen, es ist ein Film für die ganze Familie. Diejenigen unter euch, die mit geringen Erwartungen in den Film gehen und ihn lediglich zu Unterhaltungszwecken ansehen wollen, können dies bedenkenlos tun. Die jedoch, die von der ergreifenden und durchaus erregenden Schreibweise der Bücher beeindruckt sind, werden wohl eher enttäuscht werden. Jetzt hilft nur noch Daumendrücken und hoffen, dass der bereits angekündigte zweite Teil in manchen Dingen vielleicht etwas besonderer und herausstechender wird.

Amüsant

Sehr beeindruckt hat mich auf jeden Fall, dass nicht nur wir Zuschauer Fifty shades of Grey verrückt sind, sondern auch die Werbebranche. Diese hat nämlich die verkaufsfördernde Wirkung des neuen Films erkannt und auch ihrer Werbung thematisch dem Film angepasst. Von Autowerbung mit Seilen und Lederkostümen zu diversen Cremes, die laut Werbung hilfreich bei der Ausführung so mancher Praktiken sind. Aber auch die Baumärkte bereiten sich vor: In Amerika wurden die Verkäufer einer Baumarktkette speziell im Verkauf von Kabelbindern und anderen Utensilien geschult.

 

Bewertung:                                       1 (schlecht) – 5 (sehr gut) Sterne

 

Buch zum Film:                                2 Sterne

Umsetzung:                                       3 Sterne

Musik:                                                3 Sterne

Komik:                                                4 Sterne

Erotik:                                                 4 Sterne

__________________________________

Insgesamt:                                        3 Sterne (kann man sich wohl ansehen)

Foto: http://www.finalreel.co.uk

Kategorien: Schule

Hallo. Hier ist Radio Antenne Münster. #PraktikumSteckbrief

Name Katharina Borlinghaus
Stufe 11
Praktikumsstelle Radio Antenne Münster
Bereich (Radio-) Journalismus
Ort Münster Zentrum Nord
Arbeitszeit 1.  Woche: 10 – 18 Uhr

2.  Woche: 6 – 14 Uhr

Aufgaben 1.  Woche:

– kleinere Berichte schreiben

– Münster- Tipps schreiben: Programmangebote für den Tag

– Fact Sheets erstellen (das sind gebündelte Hintergrundinformationen über ein bestimmtes Thema)

2.  Woche:

– Nach neuen Themen für den Tag oder die Woche im Internet suchen

– Betreuung der Morning Show

– Anrufe entgegen nehmen

– Anrufe für die Moderatoren tätigen

– Blitzermeldungen eintragen; Abgleich mit vorhandenen Meldungen auf offizieller WDR Seite

– Bei Gewinnspielen, Daten der Bewerber aufnehmen

besonders gutes/schlechtes Erlebnis – Der Anfang der Praktikumszeit (ersten 2 Tage) war gewöhnungsbedürftig, da das selbstständige Arbeiten vorausgesetzt wurde. Ich musste eigene Aufgaben entwerfen und mich um die gewissenhafte Bearbeitung kümmern. Dies war eine große Umstellung zu meinen Aufgaben im normalen Schulalltag.- Besonders schön war die Arbeit in der zweiten Woche, da man nur zu viert in der Redaktion war und ein sehr freundschaftlicher Umgang herrschte. Als Praktikant wurde ich in dieser Woche viel intensiver in die Aufgaben der Redakteure eingebunden.
Erfahrungen – Ich habe einige Erfahrungen im Bereich „Radio-Moderationen-schreiben“ gemacht und gelernt die Medien gezielt zu durchsuchen um an neue Informationen heran zu kommen. Außerdem habe ich viele nette und tolle Menschen kennen gelernt, die durch ihre Erfahrungen mich unterstützen und weiterbringen konnten.
BewertungWem würde ich die Stelle weiter empfehlen? – Es macht unglaublich viel Spaß an Artikeln zu feilen um diese dem Hörer schließlich bestmöglich vortragen zu können. (Lasst euch nicht von – vielleicht – anfänglichen Schwierigkeiten unterkriegen.)- Diesen Praktikumsplatz würde ich jedem weiter empfehlen, der es sich zutraut, frei zu arbeiten um durch eigene Kreativität die Redaktion weiter zu bringen.
Sterne 1 (schlecht) – 5 (super) 5 Sterne
*Einstellungsvorraussetzung – Um an diesen Praktikumsplatz zu gelangen ist es besonders wichtig, sich frühzeitig zu bewerben und durch einen Nachweis an bereits getätigten journalistischen Tätigkeiten (z.B. Freier Mitarbeiter bei der Zeitung oder Schülerzeitungsredakteur) sein Interesse an diesem Beruf deutlich zu machen!- Um später diesen Beruf auszuüben bietet sich ein Studium in diesem Bereich an. Ein Tipp ist es aber neben dem Journalismus Studium auch ein Fach-Studium zu absolvieren (z.B. Sport-, Kunst- oder Geschichte) um einen Fachbereich vorweisen zu können. Nach einem folgenden Volontariat ist die Anstellung nicht mehr weit.

Kategorien: Schule

schule-uerberarbeitet

Ein Praktikum für Augustinianer.

Schülerpraktikum der Stufe 9 

Vom 19. bis zum 30. Januar (2015) war es für die Stufe 9 wieder soweit: Für zwei Wochen hatten sie die obligatorische Möglichkeit, dem Schulalltag zu entfliehen und sich in einem richtigen Beruf zu versuchen. Sie absolvierten ein Praktikum in einem von ihnen frei wählbaren Berufsfeld. Ziele dieser Praktika (von dem man eins auch noch in der Q1 absolvieren muss) sind zum einen Erfahrungen im Arbeitsleben zu sammeln, Möglichkeiten wahrzunehmen Berufe auszuprobieren und vor allen Dingen zu lernen, wie man Bewerbungen richtig verfasst und sogar manchmal sein erstes eigenes Vorstellungsgespräch zu erproben.

Wir werden euch nun in der nächsten Zeit einige frisch gesammelte Praktika-Erfahrungen in Steckbriefform vorstellen. Dann habt ihr die Möglichkeit euch auf unserer Seite über lohnenswerte Praktika zu informieren und könnt von Erfahrungen aus erster Hand profitieren. Vielleicht erleichtert es dem ein oder anderen die – auf alle zukommenden – Praktikumsplatzsuche und bietet ihm eine gewisse Orientierungshilfe.

Natürlich könnt ihr, wenn ihr zu bestimmten Praktika Fragen habt, sie unten in die Kommentare schreiben. Wir werden versuchen sie bestmöglich zu beantworten. Nur zu!

 

 

Kategorien: Schule